Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D Supplements werden vorsichtig vor und während der Schwangerschaft empfohlen. Bildquelle: Tekkol / Shutterstock.com

Vitamin D dient zur Prävention und Behandlung zahlreicher Erkrankungen, es gilt deshalb als vielversprechendes Vitamin. Es kann vom menschlichen Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst hergestellt werden kann und einen Hoffnungsschimmer für einige leichte Beschwerden, aber auch in der Krebstherapie.

Es gibt Personengruppen, für die es sich als besonders hilfreich erweist, Wert auf einen gesunden Vitamin-D-Spiegel zu legen. Dazu gehören Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder an einer chronischen Erkrankung wie Diabetes leiden, aber auch diejenigen, die mit einer Erkrankung der Knochen wie Osteoporose zu kämpfen haben.

Doch auch Schwangere können wesentlich von einem ausgeglichenen Vitamin-D-Haushalt profitieren. Es unterstützt dabei nicht nur Funktionen des Körpers von Frauen in der Schwangerschaft, sondern auch die Gesundheit ihres zukünftigen Kindes. Präparate, die Vitamin D3 enthalten, können sich als sinnvoll erweisen, da nicht nur der Bedarf der schwangeren Frauen, sondern auch der ihrer Kinder gedeckt werden muss.

Hilft Vitamin D beim Kinderwunsch?

Vitamin D nimmt nicht erst in Hinblick auf die Themen Schwangerschaft und Geburt eine zentrale Rolle ein, sondern bereits beim Kinderwunsch. Eine saisonale Verbreitung der natürlichen Empfängnis des Menschen und Geburtsraten wurde immer wieder aufgezeigt, mit einer Empfängnisrate, die in nördlichen Ländern mit einem starken saisonalen Unterschied im Sommer auf dem Höhepunkt ist.

Der Grund dafür bei Frauen ist, dass der Eierstock eines der Zielobjekte für 25(OH)D ist, wodurch eine Rolle dieses aktiven Stoffwechsels von Vitamin D in der Modulation der Eierstock-Aktivität nicht auszuschließen und sogar wahrscheinlich ist.

Der Vitamin-D-Spiegel beeinflusst die Fertilität von Lebewesen maßgeblich. Eine Studie beweist unlängst, dass niedrige 25(OH)D-Werte bei Ratten zu einer geminderten Fruchtbarkeit, einer geringeren Wurfgröße und beeinträchtigten Paarungsverhalten führen. Werden die Werte durch eine Supplementierung in der weiblichen 1α-Hydroxylase ausgeglichen, wurden fehlerhafte Phänotypen und Funktionsstörungen, die den Hypothalamus, die Hypophyse und den Eierstock betreffen, sowie Gefäßneubildungen des Eierstocks umgekehrt.

Forscher gehen davon aus, dass es sich bei dieser Unfruchtbarkeit um eine indirekte Folge des extrazellulären Kalziums und Phosphor ist und keine direkte Folge des Vitamin-D-Mangels.

Eine Studie, die sich mit Fruchtbarkeit von Frauen befasst hat, konnte eine Verbindung zwischen einem deutlichen Anstieg des Vitamin-D-Spiegels und erhöhten Werten eines Sexualhormons, dem Östradiol feststellen. Vitamin D stimuliert die Sexualhormone.

Es können eine erhöhte Schwangerschaftsquote und Implantationsrate bei einem Großteil von unfruchtbaren Frauen erkennen, die sich für eine künstliche Befruchtung entschieden haben. Die follikulären Vitamin-D-Flüssigkeiten werden deshalb als unabhängiger Prädiktor für den Erfolg einer In-Vitro-Befruchtung vorgeschlagen.

Es gibt jedoch auch Überlegungen, die gegen eine Unterstützung von Vitamin D in Bezug auf Kinderwunsch sprechen, zum Beispiel eine geringere Ausprägung von DBP in der Follikelflüssigkeit der der Erfolgsgruppe. Trotzdem sind einige Wissenschaftler von der Wichtigkeit des Vitamins für eine Frau und seiner Auswirkung auf das Gesundheitswesen überzeugt.

Doch nicht nur Frauen, auch Männer profitieren von gesunden Vitamin-D-Werten in Bezug auf Zeugungsfähigkeit. Eine Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Vitamin D und Fruchtbarkeit, die durch die Universität Graz durchgeführt wurde, bestätigt eine positive Auswirkung von Vitamin D auf die Samenqualität des Mannes wie auch auf den Androgen-Spiegel. Androgen bezeichnet das Sexualhormon des Mannes, das für eine Vermännlichung der Körper- und Geschlechtsmerkmale verantwortlich ist. Auch könnte Vitamin D den Testosteronspiegel erhöhen.

Vitamin-D-Rezeptoren und Enzyme, die den Stoffwechsel des Vitamins betreiben, befinden sich auch im Reproduktionsgewebe, außerdem stimuliert Vitamin D die Sexualhormone von Mann und Frau. Diese Hinweise sprechen deutlich für eine positive Wirkung von Vitamin D auf einen Kinderwusch.

Vitamin D in der Schwangerschaft

Vitamin D begünstigt nicht nur die Fruchtbarkeit und kann den Kinderwunsch erfüllen, es wirkt sich auch positiv auf den Verlauf der Schwangerschaft aus. Vitamin-D-Präparate sind oft sinnvoll, da der Bedarf von schwangeren Frauen deutlich erhöht ist. Eine Supplementierung in der Schwangerschaft verringert das Risiko einer Frühgeburt. Darauf weisen zahlreiche Studien hin, die ihre Häufigkeit und den Zusammenhang einer Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder Placebos und ohne Einmischung verglichen hat.

Weitere Studien machen außerdem darauf aufmerksam, dass Frauen, die eine Vitamin-D-Supplementierung während der Schwangerschaft erhalten, seltener ein Baby mit einem Geburtsgewicht unter 2500 g gebären. Auch gibt es Anzeichen für eine Erhöhung der Körpergröße und des Kopfumfangs bei der Geburt, diese Symptome sprechen dafür, dass das Kind die Zeit bekommt, die es zum Heranwachsen im Mutterleib benötigt, und für eine gesunde Entwicklung.

Außerdem gibt es deutliche Hinweise, die für eine deutliche Reduktion des Risikos von Schwangerschaftsintoxikationen (Präeklampsie), wodurch Bluthochdruck, eine übermäßige Ausscheidung von Proteinen (Proteinurie), Ödeme und Unwohlsein verhindert werden, und Schwangerschaftsdiabetes sprechen.

Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko von Diabetes um das Doppelte, außerdem kann die Stoffwechselerkrankung durch eine Supplementierung mit Vitamin D in Kombination mit Calcium bekämpft werden – das bestätigt eine Studie der Universität Amsterdam und verschiedener medizinischer Zentren.

Komplikationen in der Schwangerschaft
bedingt durch einen Vitamin-D-Mangel

Vorteile in der Schwangerschaft
bedingt durch einen gesunden Vitamin-D-Spiegel

Schwangerschaftsdiabetes
Geringeres Risiko von Schwangerschaftsdiabetes
Bluthochdruck
- Geringeres Risiko einer Präeklampsie (Schwangerschaftsintoxikation)
- Verhindert Bluthochdruck, Proteinurie, Ödeme und Begleiterscheinungen wie Kopfschmerzen oder Übelkeit
Infektionen in der Schwangerschaft
Seltener Schwangerschaftskomplikationen
Häufigeres Auftreten von Frühgeburten
Gesunde Entwicklung des Kindes

Sollte man Vitamin D in der Schwangerschaft einnehmen?

Es besteht ein mangelnder Konsens bezüglich der Notwendigkeit und der Höhe einer Nahrungsergänzung mit Vitamin D in einer Schwangerschaft. Der Vitamin-D-Mangel oder auch die angemessene Versorgung der Mutter wird an das neugeborene Kind weitergegeben. Einige Wissenschaftler sprechen sich für eine zusätzliche Einnahme von Vitamin-D-Präparaten aus und betonen seine Bedeutung während der Schwangerschaft. Es wirkt sich dabei nicht nur positiv auf die schwangere Frau selbst aus, sondern auch auf die Gesundheit ihres Babys.

Die wesentliche Quelle für Vitamin D ist eine körpereigene Herstellung mit Hilfe von Sonnenlicht. In Deutschland empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei fehlender endogener Synthese eine Zufuhr von 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag. Eine Vitamin-D-Zufuhr über die Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln reicht nicht aus, um die gewünschte Versorgung sicherzustellen.

In Großbritannien empfiehlt die Food Standards Agency (Agentur für Lebensmittelstandards) eine Supplementierung von 10 Mikrogramm Vitamin D und auch das National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE) stimmt zu, dass schwangere Frauen über die Bedeutung eines angemessenen Vitamin-D-Spiegels informiert werden sollten, unterschreitet aber die empfohlene Supplementierung.

In den USA und Kanada wird eine allgemeine Aufnahme, die auch schwangere Frauen beinhaltet, von 5 Mikrogramm befürwortet, während in den Niederlanden eine Dosis von 7,5 bis 10 Mikrogramm für schwangere Frauen festgesetzt ist. Moderne Studien sprechen sich jedoch immer häufiger für ein Anheben der Werte aus – eine Einnahme von Vitamin D in der Höhe von 10 bis 20 Mikrogramm scheint dabei recht zuverlässig.

Generell wird eine Nahrungsergänzung für schwangere Frauen bei einer unzureichenden endogenen Synthese von Ernährungswissenschaftlern und von Agenturen, die für Lebensmittelsicherheit zuständig sind, empfohlen.

Verursacht ein Vitamin-D-Mangel Schwangerschaftsdiabetes?

Eine schlechte Vitamin-D-Versorgung führt häufiger zu Komplikationen in der Schwangerschaft, dazu zählt, neben dem Risiko für Infektionen und Frühgeburten, auch das Auftreten von Diabetes mellitus.

Menschen, die an der Stoffwechselkrankheit leiden, sind meist durch einen Mangel gekennzeichnet. Eine Zufuhr kann wiederum die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, verringern.

Ein Zusammenschluss von Studien hat die Verbindung zwischen Vitamin D und Diabetes mellitus untersucht, um festzustellen, inwiefern sich eine Einnahme von Supplementen auf den glykämischen Index auswirkt. Insgesamt hat sich gezeigt, dass eine Vitamin Zufuhr mit einer Dosierung in Höhe von über 500 IE pro Tag (verglichen mit einer Dosierung von weniger als 200 IE pro Tag) das Risiko von Diabetes Typ 2 um 13 Prozent reduziert. Diejenigen Personen mit dem höchsten Vitamin D Status weisen ein 43 Prozent geringeres Risiko auf als die Probanden mit dem niedrigsten Spiegel.

Schwangerschaftsdiabetes bezeichnet das erstmalige Auftreten von Diabetes in der Schwangerschaft. Die Zuckerkrankheit kann problematische Folgen für Mutter und Kind mit sich bringen, es ist deshalb wichtig, alles daran zu tun, der Zuckerkrankheit vorzubeugen.

Eine Schwangerschaft beinhaltet Hormonveränderungen, welche die Insulinproduktion behindern können. Eine Störung der Produktion führt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel und kommt zu Schwangerschaftsdiabetes.

Einige Studien sprechen für eine Entstehung von Schwangerschaftsdiabetes als Folge eines Vitamin-D-Mangels. Frauen, die an Diabetes erleiden, weisen deutlich geringere 25(OH)D-Werte im mütterlichen Plasma auf.

Vitamin D spielt eine Rolle in der Aufrechterhaltung des Glukose-Haushalts durch einen internen regelnden Prozess. Überall im Körper befinden sich Vitamin-D-Rezeptoren. Eine Zufuhr beeinflusst die Funktion der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren. Ein angemessener Vitamin-D-Spiegel erhöht die Insulinresistenz signifikant, wohingegen ein Vitamin-D-Mangel den Insulinspiegel verschlechtert.

Interessant ist außerdem die Zusammensetzung der Risikogruppen für Diabetes und einen Vitamin-D-Mangel. Übergewichtige oder ältere Personen bzw. Frauen sind leiden eher an einem Vitamin-D-Mangel und sind anfälliger für Schwangerschaftsdiabetes. Es ist also wahrscheinlich, dass der Diabetes eine Folge des Defizits darstellt.

Welche Auswirkungen hat ein Vitamin-D-Mangel auf das Kind?

Ein Vitamin-D-Mangel begünstigt nicht nur Komplikationen in der Schwangerschaft wie Frühgeburten oder eine Entstehung von Diabetes, sondern auch gesundheitliche Nachteile des Kindes.

Vitamin D und die Knochengesundheit

Vitamin D ist für eine Aufrechterhaltung der Knochengesundheit zuständig, es ist für den Aufbau und die Entwicklung der Knochen unbedingt erforderlich. Das Prohormon reguliert das Gleichgewicht zwischen Calcium und Phosphor, es steuert die Aufnahme und die Verwertung von Calcium und unterstützt damit eine Mineralisierung des Knochens.

Ein Vitamin-D-Defizit der Mutter in der Schwangerschaft wird an das Kind weitergegeben. Da es jedoch eine Schlüsselrolle in der Knochenmineralisierung spielt, kann durch einen schweren Mangel eine Rachitis entstehen. Eine schwache Mineralisierung des Skelettsystems steht darüber hinaus mit anderen Gesundheitsfolgen, die nicht das Skelett betreffen, in Zusammenhang.

Vitamin D und das Immunsystem

Darüber hinaus wirkt sich Vitamin D positiv auf das Abwehrsystem aus, es besitzt zahlreiche immunologische Wirkungen.

Ein Mangel an Vitamin D ist in höheren Breitengraden nicht unüblich, genauso wie Asthma. Eine amerikanische Studie hat deshalb die Annahme aufgestellt, dass Vitamin D in der Schwangerschaft das Risiko für wiederkehrendes Keuchen bei Kindern zwischen 3 und 4 Jahren reduzieren kann, und die Zusammenhänge untersucht. Die Ergebnisse ihrer Analyse des Lebensmittel- und Nährstoffkonsums der schwangeren Frauen ergibt, dass ein hoher Vitamin-D-Gehalt von 40 ng/ml in der Lage ist, die Wahrscheinlichkeit eine keuchende Atmung bei Kleinkindern zu verringern.

Ein ähnlicher Zusammenhang konnte zwischen Vitamin D und allergischer Rhinitis (Schnupfen) sowie Vitamin D und multipler Sklerose, einer Autoimmunkrankheit, festgestellt werden.

Vitamin D und Diabetes

Ein Vitamin-D-Mangel in der Schwangerschaft erhöht darüber hinaus das Risiko von Diabetes. Erkrankt die Mutter aufgrund eines ungünstigen Einflusses von Vitamin D auf die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an Schwangerschaftsdiabetes, gibt sie diese Erkrankung nach der Geburt an ihr Kind weiter.

Eine Studie belegt, dass die Kinder von Frauen, die während der Schwangerschaft Fischölkapseln eingenommen haben, wesentlich seltener an Typ-1-Diabetes erkranken. Dieses Phänomen ist mit großer Wahrscheinlichkeit darauf zurückzuführen, dass das in Lebertran enthaltene Vitamin D den Insulinspiegel der Mütter verbessert hat, und damit kein Risiko einer Vererbung der Krankheit bestand.

Vitamin D und Gehirnleistung

Überall im Körper befinden sich Vitamin-D-Rezeptoren, auch im Hirn des Menschen. Es trägt zu einer gesunden Entwicklung des Gehirns und der Aufrechterhaltung der Gehirnfunktion bei. So kann es im Alter die Gehirnleistung erhalten und vor psychischen Störungen oder neurodegenerativen Erkrankungen schützen. Bei Kindern trägt es zur einer gesunden Gehirnentwicklung bei. Es ist bereits in der Schwangerschaft von großer Bedeutung, da die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem bereits in der dritten Schwangerschaftswoche beginnt.

Auch wissenschaftliche Studien sprechen sich für eine Bedeutung von Vitamin D in der Gehirnentwicklung aus. Seine Rezeptoren werden in Neuronen als auch Gliazellen ausgedrückt, er regt den Nervenwachstumsfaktor an und entpuppt sich als potenzieller Hemmer der Zellteilung und als Katalysator für eine Differenzierung zahlreicher Zellen.

Durch eine Entnahme von kultivierten Zellen im Gehirn des Embryos (Hippocampus-Zellen) konnten Forscher bei einer Ergänzung mit Vitamin D eine deutliche Verringerung der Zellen feststellen, die sich einer Teilung unterziehen, und eine Erhöhung des Neuriten-Auswuchs und der Produktion des Nervenwachstumsfaktors. Diese Erkenntnisse werden von zahlreichen Studien befürwortet und werden als positive Folge von einer Vitamin-D-Supplementierung angesehen.

Auswirkungen von Vitamin D auf das Kind im Überblick

Diese Symptome, Erkrankungen oder gesundheitlichen Vorteile des Kindes werden als eine Folge von einem Vitamin-D-Mangel bzw. einer gesunden Versorgung der Mutter in der Schwangerschaft angesehen:

Symptome und Erkrankungen des Kindes als Folge eines Vitamin-D-mangels in der Schwangerschaft
Positive Effekte von Vitamin D in der Schwangerschaft für das Kind
Risiko einer Rachitis
 Damit einhergehende Gesundheitsfolgen, die nicht das Skelett betreffen
Gesundes Knochenwachstum und starke Knochen
Risiko von LungenerkrankungenStärkung des Immunsystems des Kindes
 Schutz vor Rhinitis, Keuchen oder Allergien
Schutz vor Autoimmunerkrankungen

Risiko für Diabetes mellitus
-Gesunde Entwicklung des Gehirns
-Hemmung der Zellteilung
-Regt den Nervenwachstumsfaktor an

Kann eine Vitamin D Überdosis Allergien auslösen?

Immer wieder äußern Wissenschaftler in Studien Bedenken einer Entstehung von Allergien durch eine Supplementierung von Vitamin D in der Schwangerschaft.

Vitamin D entpuppt sich als Regulator des Immunsystems und ein Faktor für die Entstehung von Allergien und Autoimmunerkrankungen. Seine Wirkungsweise verhindert eine Überreaktion des Systems, außerdem kurbelt es die Produktion von Abwehrkräften an.

Ein Vitamin-D-Mangel begünstigt die Entstehung von Allergien, umgekehrt werden sie durch einen adäquaten Vitamin-D-Spiegel verhindert, dieses Phänomen betrifft zum Beispiel eine allergische Rhinitis (Schnupfen) des Kindes.

Doch Wissenschaftler sprechen auch die Befürchtung aus, dass eine Ergänzung mit Vitamin D in der Schwangerschaft Allergien auslösen kann. Neue Studien vermuten ein erhöhtes Risiko einer Allergie bei äußerst hohen und niedrigen 25(OH)D-Werten im Blut, beide extremen Ausmaße erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines positiven Allergietests.

Eine Vitamin-D-Überdosis steht somit im Verdacht, Allergien zu begünstigen, genauso wie ein Vitamin-D-mangel. Schwangere Frauen sollten deshalb auf einen gesunden Vitamin-D-Spiegel, der in einem höheren Normalbereich liegt, achten. Eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln bleibt weiterhin sinnvoll, um die Gehirn- und Knochenentwicklung und das Immunsystem des Kindes zu fördern.

Ist Vitamin D in der Schwangerschaft schädlich?

Die Sicherheit gehört zu den wichtigsten Themen, die das Vitamin betreffen. Manche Studien weisen auf eine mögliche Vergiftung des Fötus bei einer extremen Überdosierung hin, die zu einer Beeinträchtigung des Wachstums, Missbildungen des Skeletts und kardiovaskulären Anomalien führt. Es gibt bisher jedoch keine Hinweise darauf, dass diese Gegebenheiten für den Menschen von Bedeutung sind. Auf Menschen wurden bisher keine fortpflanzungsgefährdenden Effekte von Vitamin D festgestellt.

Schwangere Frauen haben bei einer Nahrungsergänzung mit Vitamin D deshalb nichts zu befürchten, vielmehr können sie von einem verringerten Risiko von Präeklampsie, einem besseren Wachstum des Fötus und gesundheitsfördernden Auswirkungen auf das Immunsystem des Kindes profitieren.

Da eine Nahrungsergänzung für schwangere Frauen bei einer unzureichenden endogenen Synthese mithilfe der Sonne von Ernährungswissenschaftlern, Ärzten und von Agenturen, die für Lebensmittelsicherheit zuständig sind, empfohlen wird, kann davon ausgegangen werden, dass Vitamin D in der Schwangerschaft vollkommen unschädlich ist. Eher das Gegenteil ist der Fall: Befinden sich die Vitamin-D-Werte im Blut im grünen Bereich, bringt dies gesundheitliche Vorteile für Mutter und Kind mit. Wie es um die Vitamin-D-Werte im Blut steht, verrät ein Test mit Blutabnahme. Der Test gibt eine Auskunft über den Status des Vitamins und darüber, ob sich schwangere Frauen für eine Förderung ihrer Gesundheit und der ihrer Kinder öfter in der Sonne aufhalten sollte und ob Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden sollten.