Vitamin D Mangel

Vitamin D Mangel ist in unseren Breitengraden bei grauen, langen Wintern an der Tagesordnung.

Vitamin D ist vor allem für seine gesunde Wirkung auf Knochen und Muskeln bekannt. Das Prohormon, das der Körper selbst mithilfe der Sonne herstellen kann, ist für den Menschen lebensnotwendig. Doch es wirkt sich nicht nur positiv auf die Knochengesundheit aus, sondern kann sogar bei HIV oder Krebs Erfolge erzielen. Wissenschaftlicher entdecken immer mehr bedeutungsvolle Funktionen von Vitamin D. Das Vitamin ist auf der Überholspur – wer nicht ausreichende Mengen einnimmt, trägt gesundheitliche Nachteile davon. Die Vitamin-D-Werte sollten im grünen Bereich liegen, damit leichte Beschwerden wie Müdigkeit und schlimmere Erkrankungen wie Herz- oder Kreislaufprobleme verhindert werden.

Vitamin D: Symptome eines Mangels

Symptome eines Vitamin D Mangels

Die Auswirkungen von einem Vitamin D Mangel können vielfältig sein.

Vitamin D übernimmt zahlreiche Funktionen des Körpers. Durch seine hormonelle Regulierung des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels wirkt es sich auf Aufbau und Erhalt der Knochen aus. Dieser Effekt ist für die Gesundheit des Herzens und einen normalen Blutdruck bedeutsam, die gesunden Gefäße passen sich den Druckimpulsen des Herzens an.

Außerdem unterstützt es das Immunsystem, indem es die Produktion von Abwehrkräften erhöht. Durch die Förderung des Immunsystems und seine antientzündliche Eigenschaft verhindert es Inflammationen und kann gegen Hauterkrankungen oder Allergien eingesetzt werden.

Darüber hinaus trägt das Super-Vitamin seinen Teil zur Gehirnleistung und -entwicklung bei, es schützt vor Erkrankungen des Gehirns und stärkt die Psyche.

Damit diese Funktionen ordnungsgemäß erfüllt werden, ist es wichtig, entsprechende Symptome frühzeitig zu erkennen. 50 Prozent der Deutschen leiden an einem Defizit, im Winter sind es sogar 60 Prozent. Besteht der Verdacht auf einen Vitamin-D-Mangel, kann ein Test mit Blutabnahme Auskunft über den Gehalt der Vitamine geben. Liegt das Test Ergebnis bei unter 20 ng/ml, sollten Tabletten oder ähnliche Präparate eingenommen werden. So können die Symptome in nur kurzer Zeit gelindert werden.

Auch eine Umstellung der Ernährung und ein Verzehr von bestimmten Lebensmitteln kann sinnvoll sein. Fisch oder Innereien gehören zu den Lebensmitteln, die reich an Vitamin D sind. Gesunde Nahrung allein lässt die Werte zwar nicht in die Höhe schießen, aber sie trägt dazu bei, die Werte anzuheben.

Vitamin D Mangel Symptome

Muskelschwäche

Kalzium und Phosphat sind die bedeutendsten Materialien für die Knochen. Sie sind für den Stoffwechsel unentbehrlich und für den Knochenaufbau und ihre Stärke zuständig. Der Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel wird hormonell durch das Vitamin D und Parathormon bedingt. Das Vitamin D Calcitriol ist für die Mineralisierung der Knochen und den Einbau der Stoffe in Niere, Darm und Knochen von großer Wichtigkeit.

Doch der Einbau von Calcium wirkt sich nicht nur positiv auf die Knochen aus, sondern auch auf die Muskeln. Die Kalziumaufnahme steht eng mit der Kontraktionskraft der Muskeln in Verbindung. Vitamin D unterstützt den Muskelaufbau, indem mehr Proteine gebildet werden. Die Syntheserate wird erhöht und das Wachstum aktiviert.

Darüber hinaus ist Vitamin D für die Aktivierung derjenigen Gene zuständig, die Testosteron synthetisieren. Ein hoher Vitamin D Spiegel sorgt für hohe Testosteronwerte. Testosteron zählt zu den drei wichtigsten Hormonen für den Muskelaufbau, es hat eine anabole Wirkung und erhöht die Muskelkraft.

Mit einer erhöhten Proteinsyntheserate und mehr Testosteron geht außerdem eine höhere Leistung der Muskeln und eine bessere Regeneration einher. Niedrige Vitamin-D-Werte bringen hingegen einige negative Konsequenzen mit sich. Es entstehen Beschwerden der Muskeln:

  • Muskelschwäche
  • Muskelschmerzen
  • Krämpfe
  • Muskelschwund, ein Verlust der Muskelmasse
  • Myopathie
  • Sarkopenie

Dünnes Haar, Haarausfall

Das Haarwachstum durchläuft mehrere Phasen. Eine wichtige Rolle dabei spielt der Haarfollikel. Es handelt sich dabei um die Strukturen, die die sich um die Haarwurzel herum befinden und das Haar in der Haut verankern.

Ein Mangel an Vitamin D beschränkt die Leistungsfähigkeit der Haarwurzel, indem die nötige Nährstoffversorgung gestört wird.

Der Zyklus des Haarwachstums besteht aus drei Phasen. In der ersten, der Anagenphase, wächst das Haar. Das Wachstum kann bis zu sechs Jahre andauern. Anschließend wird das Haar innerhalb von zwei Wochen in der Katagenphase vom Haarfollikel vor zur Kopfhaut geschoben. Im Zeitraum der Telegonphase von drei Monaten fällt das Haar aus, da es von der Nährstoffversorgung abgegrenzt und ausgestorben ist. Der Haarfollikel schiebt sich hingegen zurück in die Kopfhaut an seinen ursprünglichen Platz. Ein neuer Zyklus beginnt.

Man sieht, dass die Nährstoffversorgung einen wichtigen Punkt beim Haarwachstum darstellt. Ist die Versorgung durch unzureichend Vitamin D mangelhaft und wird gestört, gerät der Zyklus der Haare durcheinander. Dadurch ergeben sich kürzere oder längere Phasen des Haarwachstums, wodurch das Haar früher oder später ausfällt.

Kalzium spielt eine tragende Rolle beim Haarwachstum. Sind die Vitamin-D-Werte zu niedrig, kann Kalzium nicht ordnungsgemäß in die gewünschten Bereiche eingelagert werden, selbst wenn sich genug Kalzium im Körper befindet. Durch einen mangelnden Kalziumeinbau kommt es zu Haarausfall oder Haarverlust (Alopezie).

Fingernägel und Zahnschäden

Der Einbau von Kalzium ist nicht nur für die Knochen wichtig, sondern auch für die knochenähnlichen Hartgebilde in der Mundhöhle – unsere Zähne. Vitamin D ist für die hormonelle Regulation des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels zuständig. Es erfüllt die Aufgabe, Calcium die Knochen, Hornplatten und Hartgebilde einzubauen.

Der Einbau von Kalzium in die Zähne spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit der Zähne. Mangelt es dem Körper an Vitamin D, so kann das Calcium, auch wenn es zu zur Genüge vorliegt, nicht ordnungsgemäß eingebaut werden.

Vitamin D hält die Zähne gesund. Eine Mangelerscheinung kann deshalb den Auslöser für einige Beschwerden im Mundbereich darstellen. Niedrige Vitamin D Werte begünstigen eine Entstehung von Zahnerkrankungen. Nicht nur Zucker macht Zähnen den Garaus, auch eine unausgewogene Nahrung, die bestimmte Vitamine vernachlässigt, wirkt sich negativ aus. In diesem Fall sind unsere Zähne dankbar für eine Umstellung der Ernährung.

Vitamin D Mangel Symptome:

  • Zahnschmerzen
  • Zahnverlust
  • Karies
  • Abbau der Kieferknochensubstanz
  • Bakterielle Infektionen des Zahnhalteapparats, Paradontitis

Ein geschwächtes Immunsystem und bakterielle Infektionen, die durch einen Mangel an Vitamin D begünstigt werden, stellen eine große Gefahr für die Zähne und das funktionelle Verankerungssystem dar. Bakterien gelangen über Nerven und Blutgefäße bis an das Zahnfleisch und verursachen Entzündungen und eine Zerstörung des Zahnhalteapparats.

Das Risiko von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen wird durch niedrige Vitamin D Werte und schwere Allgemeinerkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Osteoporose erhöht, die durch eine Mangelerscheinung begünstigt werden.

Studien belegen, dass Vitamin D den Erhalt der Zähne beeinflusst. Ein fallender 25-(OH)-D Spiegel erhöht den Schaden und die Verlustrate von Zähnen. Vitamin B trägt dazu bei, die Gesundheit der Zähne durch den geregelten Einbau von Kalzium zu fördern.

Dieser Einbau von Kalzium ist ebenso für die Gesundheit der Hornplatten und damit unserer Fingernägel von außerordentlicher Wichtigkeit. Brüchige Fingernägel oder unschöne weiße Flecken auf den Nägeln sind die Folgen eines Mangels.

Vitamin D erfüllt die Aufgabe, das für den Knochenaufbau zuständige Kalzium in die Hornplatten einzubauen. Ein gestörter Einbau von Kalzium in die Fingernägel ist die Folge eines Vitamin-D-Mangels. Das Kalzium ist für den Aufbau und die Festigkeit der Fingernägel von Bedeutung. Ist der Einbau gestört, kommt es zu weichen Fingernägeln, die schneller abbrechen. Vitamin D sorgt deshalb für feste, schöne Fingernägel und verhindert ein Einreißen oder Abbrechen.

Weiße Flecken entstehen durch einen Kalziummangel und Entzündungen der Nagelwurzeln, es entsteht eine Störung der Verhornung. Weiße Flecken können auf einen Nährstoffmangel hinweisen. Vitamin D und seine antientzündliche Eigenschaft verhindert solche Verletzungen der Fingernägel und die Entstehung weißer Flecken.

Herz- und Blutdruck-Probleme

Vitamin D hält das Herz gesund. Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren wurde festgestellt, dass mit einem Mangel an Vitamin D Bluthochdruck, Thrombosegefahr als auch ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen der Blutgefäße und des Herzens einhergehen.

Der Grund dafür ist, dass Vitamin D für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat zuständig ist. Wird das Kalzium nicht richtig eingebaut, entsteht eine Verkalkung der Blutgefäße (Arteriosklerose, Arterienverkalkung). Die Gefäße verengen sich und der Blutfluss wird gestört. Dadurch entstehen verschiedene Krankheiten, die sogar tödliche Folgen haben können.

Im Herz-Kreislauf-System kommt es bei einer Behinderung des Blutflusses zu Brustschmerzen oder einem Stechen im Brustkorb. Außerdem kann daraus Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, die koronare Herzkrankheit oder gar ein Herzinfarkt resultieren. Schmerzen im Brustbereich können frühe Symptome für einen Vitamin D Mangel sein.

Die Wirkung von Vitamin D auf die Gesundheit des Herzens erklärt seinen Effekt auf Bluthochdruck. Eine gestörte Einlagerung von Kalzium führt zu einer Verdichtung der Blutgefäße, bei der Arterien versteifen.

Gesunde Gefäße sind in der Lage, sich durch ständiges Erweitern und Zusammenziehen den Druckimpulsen des Herzens anzupassen. Durch diese Versteifung durch Kalkablagerungen verlieren die Gefäße ihre Anpassungsfähigkeit und das Blut ist nicht in der Lage, den Kreislauf mit gewohnter Geschwindigkeit zu passieren. Der Blutdruck erhöht sich.

Daraus resultieren sowohl leichte Beschwerden als auch ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Funktionsstörungen des Herzens oder der Niere, ein Schlaganfall oder Herzinfarkt. Ein gestörter Blutfluss kann in diversen Bereichen des Körpers zu Erkrankungen führen.

Bereich des gestörten Blutflusses
Symptome
Verengung der Arterien in den Beinen
Schmerzen in den Beinen, Anschwellen, Thrombose
Verengung der Arterien in anderen Körperteilen
Bauch- und Rückenschmerzen (im Bereich der Bauchschlagader), Schwindel, Einblutungen, starke Schmerzen, Symptome eines Schockzustands (Atemnot)
Behinderung des Blutflusses im Bereich des Herzens
Stechen im Brustkorb, Brustschmerzen, Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, koronare Herzkrankheit
Behinderung des Blutflusses im Bereich der Nieren
Bluthochdruck, Nierenversagen,

Ein Mangel an Vitamin D bedingt Verkalkungen der Blutgefäße und die Entstehung von Bluthochdruck. Im Umkehrschluss ist eine ausreichende Aufnahme von Vitamin D3 für die Gesundheit des Herzens von großer Bedeutung. Eine zusätzliche Einnahme von Supplementen kann den Gehalt ausgleichen und zur Prävention dienen. Das Vitamin gibt Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutdruck keine Chance.

Kreislaufprobleme

Zu den Ursachen für Kreislaufprobleme und Schwindelanfälle zählen Entzündungen der Nerven, Gefäßprobleme oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Insgesamt funktioniert das Gleichgewichtssystem nur, wenn es mit genügend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt ist. Dafür ist es notwendig, dass der Blutfluss, Blutdruck und Stoffwechsel ordentlich funktionieren.

Mangelt es dem Körper an Vitamin D, kommt es zu einer Störung des Blutflusses und einer Verkalkung der Blutgefäße. Die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff und Nährstoffen schlägt fehl und der Gleichgewichtssinn versagt. Kreislaufprobleme und Schwindel nach körperlicher Betätigung oder schnellem Aufstehen können Anzeichen für eine Mangelversorgung von Vitamin D sein.

Menschen, die häufig an Schwindelanfällen leiden, weisen oft einen niedrigen Vitamin D Gehalt im Blut auf. Bei Kreislaufproblemen ist es daher sinnvoll, den Vitamin-D-Spiegel nicht außer Acht und vom Arzt untersuchen zu lassen. Eine Einnahme von entsprechenden Vitamin-D-Präparaten kann bei einem Mangel hilfreich sein.

Kopfschmerzen

Besonders interessant ist der Zusammenhang zwischen nicht Migräne bedingten Kopfschmerzen und Vitamin D. Wissenschaftler von „The Journal of Headache Pain“ fanden heraus, dass Kopfschmerzen umso häufiger auftreten, je weiter weg der Betroffene vom Äquator wohnt. Die Sonne strahlt in der Gegend um den Äquator am stärksten, und der Mensch benötigt ihre UV-B-Strahlen für eine körpereigene Synthese von Vitamin D.

Ein wichtiger Faktor in Bezug auf die Entstehung von Kopfschmerzen könnte daher ein Vitamin D Mangel sein. Eine Studie des University Hospital of North Norway bestätigt eine Verbindung zwischen Kopfschmerzen und einer niedrigen Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin-D. Der Hintergrund hierfür ist unklar, Forscher vermuten aber einen Einfluss von Vitamin D auf Hirnregionen, die Funktionsstörungen und Kopfschmerzen auslösen.

Aber auch bei Migräne-Kopfschmerzen kann Vitamin D positive Effekte erzielen. Studien zeigen, dass eine Vitamin D Supplementierung dazu dienen könnte, die Häufigkeit von Kopfschmerzen bei Migräne-Patienten zu lindern.

Schwächt das Immunsystem

Vitamin D ist für die Unterstützung des Immunsystems sowie die Bekämpfung von bakteriellen und viralen Infektionen verantwortlich. Durch eine Regulation der Produktion von Abwehrstoffen stärkt das Vitamin die Abwehrkräfte. Antimikrobielle Peptide wie Cathelicidin und Defensin sind äußerst effektiv gegen Viren und Bakterien. Sie spielen deshalb eine bedeutende Rolle für die angeborene Immunantwort, da sie Krankheitserreger zerstören.

Im adaptiven Immunsystem entfaltet Vitamin D eine antientzündliche Eigenschaft. Es regt die Produktion der regulatorischen T-Zellen an und beeinflusst sie im Allgemeinen. Dazu gehört zum Beispiel die Helferzelle des Typs 2, die an der Ausschüttung von Antikörpern beteiligt und für die Immunreaktion unentbehrlich ist.

Vitamin D stärkt das Immunsystem und dient zur Prävention von Autoimmunreaktionen. Diese bezeichnen einen Angriff des Körpers auf eigene Zellen oder eigenes Gewebe, da er es fälschlicherweise als fremd und gefährlich einstuft. Seine Wirkungsweise verhindert eine Überreaktion des Systems. Dadurch unterbindet es die Entstehung von Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Diabetes Typ-1 oder rheumatoide Arthritis.

Bei Allergien handelt es sich ebenfalls um eine krankhafte Abwehrreaktion des Immunsystems auf Stoffe der Umwelt, die sich im Normalfall als harmlos erweisen. Auch allergische Reaktionen können sich durch eine erhöhte Aufnahme von Vitamin D bessern.

Die zahlreichen positiven Auswirkungen von Vitamin D auf das Immunsystem können wie folgt zusammengefasst werden:

  • Regulation der Produktion von Abwehrstoffen, Cathelicidin und Defensin im angeborenen Immunsystem
  • Produktion der regulatorischen T-Zellen im adaptiven Immunsystem
  • Bekämpfung und Prävention von Erkältungen oder Grippe
  • Bekämpfung und Prävention von bakteriellen sowie Virusinfektionen
  • Prävention von Autoimmunreaktionen
  • Verhindert die Entstehung einer Multiplen Sklerose, Diabetes Typ-1 oder rheumatoiden Arthritis
  • Beugt Allergien vor und lindert Juckreiz

Eine Unterversorgung an Vitamin D3 ruft eine Schwächung des Immunsystems hervor. Dadurch ist die Regulation der Produktion von Abwehrstoffen sowie von regulatorischen T-Zellen gehemmt. Der Körper kann leichter von einer Erkältung, Grippe oder Infektion angegriffen werden. Außerdem haben Autoimmunreaktionen ein leichteres Spiel. Personen, die häufig eine Erkältung oder eine Allergie erleiden, oder an einer Autoimmunerkrankung leiden, tun sich gut daran, ihren Vitamin-D-Spiegel untersuchen zu lassen. Niedrige Werte können durch Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente gehoben und das Immunsystem gestärkt werden.

Erweichung des Skelettsystems

Durch die Wirkung von Vitamin D auf den Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel und den Einbau von Kalzium in die Knochen können bei einem Mangel an Vitamin D einige Symptome hervorgerufen werden, die das Skelettsystem des Menschen betreffen.

Die Bedeutung des Vitamins auf die Knochen ist schon lange bekannt und macht es berühmt. Durch die Mineralisierung von Kalzium sorgt es für ein starkes und wohlgeformtes Skelettsystem. Bei einem Vitamin D Mangel können die Knochen an Festigkeit verlieren.

Diese Symptome können bei einem Vitamin D Mangel auftreten:

  • Erweichung der Knochen (Osteomalazie)
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Rheuma

Calcitriol sorgt dafür, dass Kalzium und Phosphat gewissenhaft von den richtigen Stellen des menschlichen Körpers aufgenommen wird. Die Mineralisierung der Knochen durch Vitamin D erfolgt durch eine Aktivierung der Osteoblasten. Osteoblasten sind diejenigen Zellen, die für die Knochenbildung zuständig sind.

Befinden sich die Knochenbaustoffe im Ungleichgewicht, kann das schwerwiegende Folgen haben. Diejenigen Personen, die niedrige Vitamin-D-Werte aufweisen, sind anfälliger für Erkrankungen wie Osteoporose und Osteomalazie oder Rheuma. Ein Mangel an Vitamin D begünstigt Knochenbrüche. Die Wirkung von Vitamin D auf die Knochengesundheit ist hilfreich, Erkrankungen der Knochen vorzubeugen und zu behandeln. Es dient nicht nur zur Prävention, es lindert die Schmerzen und steigert die Lebensqualität der Betroffenen.

Symptome von Vitamin D Mangel bei Kindern

Neben den bereits genannten Symptomen, gibt es vor allem bei Kindern weitere Anzeichen, an denen ein Mangel an Vitamin D festgestellt werden kann. Eines davon ist die Krankheit, durch die das Vitamin überhaupt entdeckt wurde.

Es handelt sich dabei um Rachitis, eine Erkrankung der Knochen bei Kindern, die das Wachstum beeinflusst. Damals wurde schnell erkannt, dass Stadtkinder häufiger an einer Rachitis erkranken als Dorfkinder. Diejenigen, die in einem sonnigen Klima heranwachsen, entwickeln hingegen gar keine Rachitis.

Der Auslöser für die Entstehung einer Rachitis ist ein Mangel an Vitamin D, der durch fehlendes Sonnenlicht hervorgerufen wird. Vitamin D3 Calcitriol ist für die Mineralisierung der Knochen und den Einbau von Kalzium und Phosphat in dieselben von großer Wichtigkeit. Fehlt es dem Körper an Vitamin D, verlieren die Knochen durch einen mangelhaften Einbau des Stoffes ihre Stabilität. Das Wachstum der Knochen wird gestört, es kann zu Verformungen des Skeletts und zu einer gestörten Entwicklung der Zähne kommen.

Typische Symptome einer Rachitis und eines Vitamin-D-Mangels sind deshalb:

  • Erweichung der Knochen
  • Knochenverformungen
  • Muskelschwäche
  • Krampfanfälle
  • Verkrümmungen der Beine oder der Wirbelsäule, aufgebogener Brustkorb

Und bereits bei Babys:

  • Aufreibungen der Rippen
  • Leicht einzudrückende Knochen
  • Langsames Schließen der Schädelnähte bei Babys sein

Die Häufigkeit einer Rachitis kann damit begründet werden, dass Kinder und Babys einen hohen Bedarf an Vitamin D aufweisen. Allein durch die Muttermilch ist es der Mutter jedoch kaum möglich, den empfohlenen Vitamin-D-Wert von 400 IE bis 800 IE (das entspricht 10 bzw. 20 µg) zu erreichen. Bewegen sich die kleinen Kinder nicht oft genug im Freien, entsteht eine Erweichung der Knochen.

Mit einem Vitamin D Mangel gehen meist Blutarmut und ein Eisenmangel einher. Weitere Symptome einer Mangelerscheinung können Unruhe, eine gedrückte Stimmung oder Muskelbeschwerden sein.

Vitamin D Mangel und das Nervensystem

Auch im Gehirn befinden sich Vitamin-D-Rezeptoren. Dadurch hat das Vitamin sowohl eine Wirkung auf das zentrale Nervensystem als auch auf das periphere Nervensystem. Calcitriol hat einen Einfluss auf Wachstumsfaktoren wie Neurotrophin, die für den Schutz existierender Neuronen und Synapsen verantwortlich sind und das Wachstum neuer begünstigen. Vitamin D ist für die Gehirnentwicklung und -funktionen von großer Bedeutung.

Des Weiteren beeinflussen die Wachstumsfaktoren das Gedächtnis. Sie dienen deshalb zur Prävention von Erkrankungen des Gehirns und sorgen dafür, dass die Verstandeskraft nicht so schnell nachlässt. Defizite in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten werden dadurch verhindert. Vitamin D wirkt sich sowohl positiv auf das Langzeitgedächtnis als auch auf das Kurzzeitgedächtnis aus und verzögert das Nachlassen der Hirnleistung im Alter.

Darüber hinaus hat Vitamin D einen Einfluss auf den Verlust von Nervenzellen und Parkinson. Wissenschaftler kommen nun zu der Annahme, dass ein niedriger Gehalt von Vitamin D im Blut das Risiko der Krankheit erhöhen.

In einer deutschen Studie über den Zusammenhang von Vitamin D und Hirnschlägen, dass ein niedriger 25(OH)D-Gehalt ein prädiktiver Wert für Schlaganfälle sein könnte. Wissenschaftler kommen deshalb zu der Annahme, dass eine Supplementierung einen vielversprechenden Ansatz in der Prävention von Schlaganfällen darstellt.

Das Absinken der Gehirnleistung und Erkrankungen des Gehirns können deshalb Symptome für einen Mangel an Vitamin D sein. Es hat einen Einfluss auf:

  • Demenz
  • Alzheimer
  • Gehirnentwicklung und Gehirnleistung
  • Schizophrenie
  • Parkinson
  • Schlaganfälle

Vitamin D Mangel und Psyche

Vitamin D beeinflusst nicht nur die Entwicklung und Leistung des Gehirns, es hat auch einen Einfluss auf die Psyche des Menschen. Durch einen Mangel können Niedergeschlagenheit oder gar Depressionen entstehen.

Wissenschaftler kommen zu der Annahme, dass niedrige 25(OH)D-Werte das Risiko an einer Depression zu erkranken, erhöhen.

Depressive Symptome können bei einer Erhöhung von Vitamin D abklingen. Das Prohormon ist außerdem in der Lage, Wochenbettdepressionen oder Depressionen in der Frühschwangerschaft zu verhindern. Komplikationen und Stimmungskrisen sind besonders bei Frauen zu beobachten, die an einem Vitamin D Mangel leiden. Auch der Babyblues kann auf eine unzureichende Aufnahme des Nährstoffs in der Schwangerschaft zurückzuführen sein.

Das Entstehen von Depressionen durch einen Vitamin D Mangel ist auf die Wirkung von Cholecalciferol auf den Glücksbotenstoff Serotonin zurückzuführen. Besonders im Winter ist ein Auftreten von depressiven Verstimmungen häufig zu erkennen. Dieses Phänomen wird durch das wenige Sonnenlicht und den Mangel an UV-B-Strahlen bedingt, die für eine körpereigene Synthese von Vitamin D benötigt werden.

Wie wirkt Cholecalciferol auf Serotonin?

Vitamin D ist für die Serotonin-Synthese von großer Bedeutung. Der Glücksbotenstoff hat Auswirkungen auf kognitive Funktionen und das Verhalten eines Menschen. Eine depressive Verstimmung gehört zu den Symptomen des Vitamin-D-Mangels, da dem menschlichen Organismus dadurch das nötige Serotonin fehlt, das uns glücklich macht.

Das Children’s Hospital Oakland Research Institute belegt, dass Calcitriol die Transkription eines Gens im Gehirn aktiviert, das für die Synthese von Serotonin zuständig ist. Es unterdrückt hingegen die Transkription von TPH1 in Geweben außerhalb der Blut-Hirn-Schranke.

Vitamin D wird benötigt, um die Konzentration von Serotonin im Gehirn zu erhöhen. Depressive Menschen oder Autisten weisen häufig einen niedrigen Gehalt von 25-Hydroxy-Vitamin-D auf. Durch eine Erhöhung von Vitamin D können Symptome neurologischer Erkrankungen reduziert werden.

Es hat damit einen Einfluss auf Depressionen, Schizophrenie, Autismus und bipolare Störungen. Treten erste Symptome der Erkrankungen auf, ist es für Betroffene ratsam in einer ärztlichen Untersuchung zu klären, ob ein Vitamin D Mangel vorliegt.

Wann ist eine ärztliche Behandlung notwendig?

Da Vitamin D zahlreiche Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des menschlichen Organismus hat, sind die Symptome vielfältig. Bei diesen Beschwerden, die durch ein Defizit bedingt sein können, ist es deshalb ratsam, einen Arzt aufzusuchen:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Kreislaufprobleme sowie Schwindel
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Diabetes
  • Erkrankungen der Knochen
  • Brüchige Fingernägel oder weiße Flecken auf den Nägeln
  • Zahnschmerzen
  • Dünnes Haar und Haarausfall
  • Muskelschmerzen
  • Krämpfe
  • Ein geschwächtes Immunsystem sowie Anfälligkeit für Erkältungen, Grippe oder andere Infektionen
  • Depressive Verstimmung
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Kalziummangel

Brüchige Fingernägel oder Haarausfall allein sind natürlich kein zwingender Grund, einen Arzt aufzusuchen. Doch es ist hilfreich zu wissen, ob ein Vitamin D Mangel der Auslöser für die Beschwerden ist, da sonst schlimmere Erkrankungen auftreten können.

Bei Werten von 20-35 ng/ml Vitamin D im Blut spricht man von einer Unterversorgung, fällt der Wert unter 20 ng/ml handelt es sich um einen Vitamin-D-Mangel. In dieser Situation ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln oder verschreibungspflichtigen Medikamenten kann den Gehalt des Vitamins im Blut erhöhen und schwerwiegenden Krankheiten vorbeugen.

Mit welchen Symptomen beginnt ein Vitamin D Mangel?

Da für einige Beschwerden diverse Nährstoffmangel eine Ursache sein können, ist es ratsam, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen, um zu klären, ob tatsächlich ein Mangel an Vitamin D der Auslöser für die Symptome ist.

Typische anfängliche Symptome für eine Mangelerscheinung sind zum Beispiel:

  • Konzentrationsschwierigkeiten,
  • Müdigkeit und
  • Antriebslosigkeit oder eine
  • gedrückte Stimmung. Auch
  • Muskelbeschwerden oder das
  • häufige Auftreten von Krämpfen

können frühzeitig auf ein Defizit hinweisen.

Betroffene Personen können außerdem an Schlafstörungen leiden, die generelles Unwohlsein und eine Reizbarkeit hervorrufen.

Präparate, die reich an Vitamin D3 sind, gibt es in Form von Kapseln, Tabletten oder Tropfen. Sie sind in der Lage, Symptome in kurzer Zeit zu lindern und den Haushalt auszugleichen. Außerdem sollte auf eine ausgewogene Ernährung mit einem Verzehr von Lebensmitteln wie Fisch geachtet werden.

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