Studien zu Vitamin D

Die vielfältigen positiven Wirkungen von Vitamin D auf die Gesundheit, wurden in zahlreichen Studien wissenschaftlich nachgewiesen. Bildquelle: Likoper / Shutterstock.com

Zahlreiche Studien, die von Wissenschaftlern und Ärzten durchgeführt wurden, beweisen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und positiven Auswirkungen von Vitamin D. Es ist an vielen Prozessen des menschlichen Organismus beteiligt und für die Prävention diverser Krankheiten wichtig.

Eine adäquate Versorgung mit Vitamin D ist für den Menschen sowie alle Wirbeltiere von Bedeutung, nicht nur Erwachsene, auch Kinder und bereits Babys sollten ausreichend Vitamin D bekommen. Der Wert sollte bei über 30 ng pro Milliliter bzw. 75 nmol pro Liter im Blut liegen. Es ist deshalb wichtig, auf eine ausreichende endogene Synthese, eine eigene Produktion durch den menschlichen Körper über die Haut, genügend Sonne und eine ausgewogene Ernährung zu achten, die Lebensmittel wie Fisch, Milchprodukte oder Pilze beinhält. Andernfalls kann eine Einnahme von Supplementen hilfreich sein.

Ein Vitamin-D-Mangel begünstigt Erkrankungen der Knochen

Vitamin D ist als Hormon für die Regulation von Kalzium und Phosphor zuständig. Es spielt dabei eine zentrale Rolle für den Einbau von Kalzium in die Knochen und das Wachstum des Skeletts. Liegt ein Defizit vor, fördert dies eine Entstehung von Aufweichungen und Deformationen sowie Knochenabbau im Alter, da der Stoff nicht in die Knochen eingebaut werden kann.

Ein Vitamin-D-Mangel ist durch eine

  • unausgewogene Ernährung,
  • Luftverschmutzung,
  • religiöse Praktiken, die eine direkte Sonneneinstrahlung durch bestimmte Kleidung verhindern,
  • die geographische Breite und Höhe,
  • die Jahreszeit und die
  • Tageszeit bedingt.

Die Folge eines Mangels sind Aufweichungen und Deformationen der Knochen. Bei Kindern entsteht eine Rachitis, eine Erkrankung der wachsenden Knochen, und bei Erwachsenen eine Osteoporose oder Osteomalazie.

Eine Supplementierung mit einer Dosierung in Höhe von 400 IE wird bereits für Babys und Kleinkinder empfohlen, um das Wachstum und die Gesundheit der Knochen möglichst früh zu unterstützen.

(Studie des Department of Pediatric Endocrinology, Faculty of Medicine, und der Adnan-Menderes-Universität in Aydin, Türkei)

Generell wird eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D in Kombination mit K2 empfohlen. Vitamin K2 ist dafür zuständig, das Calcium an den erforderlichen Stellen des Körpers einzubauen. Vitamin D und K2 funktionieren nur als Team. Deshalb ist es sinnvoll die Aufnahme von Vitamin K2, bei einer erhöhten Zufuhr von Vitamin D3, ebenso zu steigern. Häufig werden Präparate angeboten, die sowohl Vitamin D als auch K2 enthalten.

Vitamin D reguliert den Cholesterin-Spiegel

Ein niedriger Gehalt an Vitamin D steht mit Markern für das kardiovaskuläre Risiko in Verbindung. Niedrige 25(OH)D-Werte im Blut begünstigen das metabolische Syndrom und unvorteilhafte Auswirkungen dessen Risikofaktoren, besonders eine Senkung der HDL-Konzentration. Dieses spielt jedoch eine bedeutende Rolle in der Vorbeugung von Ablagerungen des negativen LDL-Cholesterins an den Gefäßwenden. Es ist notwendig, den HDL Wert im Blut der Patienten deutlich zu erhöhen.

Vitamin D hält die Cholesterin-Werte im Gleichgewicht, indem es das gesunde Cholesterin fördert und das schlechte zurückhält. Damit dient es zur Prävention von Arteriosklerose und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

(Wissenschaftliche Studie aus den USA, Provident Clinical Research & Consulting)

Vitamin D verhindert Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Erhöhte Cholesterinwerte und Bluthochdruck steigern das Risiko von schwerwiegenden und lebensbedrohlichen Herzerkrankungen. Da sich Vitamin-D-Rezeptoren in unterschiedlichstem Gewebe befindet, und auch in Herzmuskelzellen, Glattmuskeln der Blutgefäße und Endothelen, hat Vitamin D einen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System.

Es spielt eine zentrale Rolle in der Prävention und der Behandlung von Erkrankungen, die das Herz-Kreislauf-System betreffen. Ein Vitamin-D-Mangel erhöht das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und metabolischen Syndrom. Dies kann eine Hypertension, ischämische Herzerkrankung, plötzlichen Herztod oder Herzversagen zur Folge haben.

Ein adäquater Vitamin-D-Spiegel und, wenn nötig, eine Einnahme von Vitamin-D-Präparaten ist notwendig, um das Cholesterin und den Blutdruck im Gleichgewicht zu halten, und das Herz und Blutgefäße zu schützen. Seine starke Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und damit auf die Gesundheit machen das Vitamin aus.

(Meta-Analyse aus den USA)

Vitamin D senkt das Diabetes-Risiko

Zahlreiche Studien bestätigen einen direkten Zusammenhang zwischen Vitamin D und Diabetes, es hat sowohl einen Einfluss auf Diabetes Typ 2 als auch Typ 1. Menschen, die an der Stoffwechselkrankheit leiden, sind meist durch einen Vitamin-Mangel mit einem Wert von unter 15 ng pro ml, das entspricht 38 nmol pro Liter, oder einem schweren Mangel mit weniger als 10 ng pro ml bzw. 25 nmol pro Liter gekennzeichnet. Eine Zufuhr kann wiederum die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, verringern.

Ein Zusammenschluss von Studien hat sich der Frage gewidmet, inwiefern sich eine Einnahme von Vitamin-D-Präparaten auf den glykämischen Index auswirkt. Eine Vitamin-D-Zufuhr mit einer Dosis von mehr als 500 IE pro Tag reduziert das Risiko für Typ-2-Diabetes, verglichen mit einer Zufuhr von weniger als 200 IE pro Tag, um 13%. Diejenigen Personen mit dem höchsten Vitamin D Wert, mit über 63 nmol pro Liter Blut, weisen ein 43% geringeres Risiko auf als die Probanden mit dem niedrigsten Spiegel.

Es ist außerdem bekannt, dass Menschen, die sich in einem Vorstadium von Typ-2-Diabetes befinden, seltener an Diabetes erkranken, wenn sie ausreichend Vitamin D zu sich nehmen. Das Prohormon fördert die Insulinresistenz und stabilisiert den Stoffwechsel. Betroffene sollten sich deshalb auf einen Nährstoffmangel untersuchen lassen – eine Einnahme von Präparaten kann eine Entstehung der Krankheit verhindern.

(Meta-Analyse aus Boston, USA)

Vitamin D und Kalzium gegen Krebs

Vitamin D dient sowohl zur Prävention als auch zur Behandlung von Krebs, es hat einen Einfluss auf verschiedene Arten von Krebs. Beobachtungsstudien bestätigen, dass ein ausgewogener Status und eine Einnahme von Präparaten, die Vitamin D3 und zusätzlich Kalzium enthalten, das Risiko häufig auftretender Krebsarten senken. Die Patienten erhielten täglich entweder ausschließlich Calcium mit einer Dosierung von 1.400-1.500 mg, Calcium und 1.100 IE Vitamin D3 oder ein Placebo.

Die Studien zeigen außerdem, dass eine Senkung des Risikos nicht bzw. nicht ausschließlich dem Calcium verdanken ist. Das relative Risiko derjenigen Probanden, die nur mit Kalzium behandelt wurden, hat sich nicht wesentlich verändert. In logistische Regressionsmodelle waren sowohl das behandelnde Vitamin D als auch die 25(OH)D-Werte im Blutserum bedeutende unabhängige Prädiktoren für das Krebsrisiko.

(Studie der Creighton University in Nebraska, USA)

Vitamin D hilft bei Depressionen

Personen, die an einer Depression leiden, weisen in der Regel einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel auf. Dieses Phänomen könnte auf die Wirkung von Vitamin D auf Serotonin, dem Glücksbotenstoff zurückzuführen sein. Es ist für die Produktion von Serotonin von großer Bedeutung, eine depressive Verstimmung gehört deshalb zu den Symptomen eines Vitamin-D-Mangels. Sonne ist für die Gesundheit des Menschen wichtig, sie stellt eine Versorgung mit Vitamin D und Serotonin sicher.

Je niedriger der Gehalt ist, umso stärker ist das Ausmaß der Depression. Nehmen die Betroffenen hingegen Vitamin D zu sich, klingen die Symptome ab und ihr gesundheitlicher Status verbessert sich deutlich.

Eine Studie aus dem Iran bestätigt, dass eine unterstützende Vitamin-D-Therapie der Patienten mit einer Kombination aus Vitamin D3 mit einer Dosis von 1500 IE und 20 mg Fluoxetin mit einer Dauer von 8 Wochen bereits in der Lage ist, depressive Symptome zu lindern.

(Studie aus Tehran, Iran)

Vitamin D stärkt das Immunsystem

Vitamin D wirkt sich positiv auf das Immunsystem und die Gesundheit aus. Im Winter erkranken Menschen schneller, da der Körper nicht in der Lage ist, es mit Hilfe einer Einstrahlung der Sonne auf die Haut zu produzieren.

Außerdem hat Vitamin D bedeutende Auswirkungen auf das adaptive Immunsystem. Es entfaltet durch eine Beeinflussung der T-Zellen eine entzündungshemmende Eigenschaft. Sie gehören zu den Lymphozyten und sind für das Abwehrsystem von großer Bedeutung. Vitamin D regt die Bildung der regulatorischen T-Zellen an. Dazu gehört zum Beispiel die Helferzelle des Typs 2, die an der Ausschüttung von Antikörpern beteiligt und für die Immunreaktion unentbehrlich ist.

Es ist zudem in der Lage, Autoimmunkrankheiten vorzubeugen, da das Vitamin und seine Wirkungsweise eine Überreaktion des Systems verhindert.

Es ist ratsam, auf eine ausreichende Synthese des Vitamins durch den Körper, genauer über die Haut, zu achten und, wenn nötig, zur Unterstützung des Immunsystems und Prävention von Krankheiten geeignete Präparate einzunehmen.

(Studie aus den USA)