Vitamin D und seine gesunde Wirkung

Vitamin D ist bereits lange für seine positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Knochen und Muskeln bekannt. Es ist für die Knochen unentbehrlich, es baut sie auf und erhält sie. Doch das Vitamin befindet sich auf der Überholspur und begeistert immer, sobald wieder eine Entdeckung über eine neue Fähigkeit gemacht wurde. Neue Forschungen bestätigen, dass es eine Wirkung auf das Gehirn und Herz hat, zudem soll es Krankheiten wie Multiple Sklerose oder Depressionen lindern und die Sterblichkeit durch Krebs reduzieren. Es erfüllt lebensnotwendige Funktionen des Körpers. Es gilt deshalb, einen Mangel an Vitamin D zu vermeiden. Dabei wird das Vitamin vom eigenen Körper hergestellt. Alles was es dazu braucht, ist Sonne. Trotzdem leidet ein Großteil der Menschen in Deutschland an einem Vitamin-D-Mangel.

Was ist Vitamin D?

Das Vitamin D ist eines der der Vitamine mit den größten Besonderheiten. Es ist das einzige Vitamin, das der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts selbst herstellen kann. Nach der eigentlichen Definition handelt es sich bei Vitaminen um essentielle Substanzen, um organische Verbindungen, die über die Nahrung aufgenommen werden müssen, da der menschliche Körper sie nicht selbst produzieren kann. Sie sind für den Menschen lebensnotwendig.

Vitamin D bildet eine Ausnahme. Unser Körper ist in der Lage, die Vorstufe des Vitamines D, das Provitamin 7-Dehydrocholesterol mit eigener Kraft zu produzieren. Alles was der Mensch dazu benötigt, ist Sonneneinstrahlung. Durch eine photochemische Reaktion bildet der Körper in verschiedenen Etappen das Vitamin D. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Vitamin, sondern gleich mehrere. Es gibt 5 verschiedene Formen von Vitamin D. Meist ist das Vitamin D3 gemeint, wenn im üblichen Sprachgebrauch von Vitamin D die Rede ist. Diese Form wird auch Cholecalciferol, Calcitriol, Calcidiol oder 25-Hydroxy-Vitamin-D3 genannt.

Die verschiedenen Formen beinhalten:

  • Vitamin D1: Verbindung von Lumisterol und Ergocalciferol
  • Vitamin D2: Ergocalciferol
  • Vitamin D3: Cholecalciferol
  • Vitamin D4: 22, 23- Dehydroergocalciferol
  • Vitamin D5: Sitocalciferol

Ferner handelt es sich bei Vitamin D um ein Prohormon. Es zeigt noch keine hormonelle Wirkung, stellt aber den Vorläufer des Hormons Calcitriol dar. Seine Wirkung betrifft außerdem nicht nur den eigentlichen Ort der Synthese, sondern auch andere Gewebe. Es handelt sich dabei um eine endogene Synthese, es wird im Inneren des Lebewesens hergestellt. Es wird dabei nicht nur durch die Haut oder Nieren gebildet. Jede einzelne Zelle des Körpers ist besitzt die Kraft, das essentielle Vitamin zu schöpfen.

Ob Vitamin D nun über die Nahrung aufgenommen oder unter Verwendung von Sonnenlicht gebildet wird – bekommt ein Lebewesen ausreichend Vitamin D, freut sich sein Körper. Für dieses Phänomen nutzt nicht nur der Mensch, sondern der Großteil der Wirbel- bzw. Schädeltiere die Kraft der Sonne. Das Erstaunliche: Es genügt, wenige Teile des Körpers von der Sonne bestrahlen zu lassen und bereits einige Minuten reichen aus. Verbringt jemand viel Zeit draußen, ist es nicht unüblich, dass über 80% des Vitamin D dank der Sonne synthetisiert werden. Gesicht und Hände sind selten durch Kleidung bedeckt, und im Sommer kommen Beine und Arme hinzu. Das reicht vollkommen aus – stundenlanges Sonnenbaden ist dazu nicht nötig.

Vitamin D ist besonders für seine bedeutende Wirkung auf die Knochen und Muskeln bekannt. Dass es auch im Kampf gegen Krebs oder Depressionen seine Anwendung findet, oder Hautbeschwerden und Herz-Kreislauf-Erkrankungen lindern kann, ist den Meisten nicht bekannt. Das Vitamin wird nicht ohne Grund häufig als Super-Vitamin bezeichnet.

Geschichte

Einige Völker sind sich des Nutzens von Vitamin D schon lange bewusst – damals hatte es nur noch keinen Namen. Der Gebrauch spezieller Nahrungsmittel zur Heilung von Krankheiten ist keine Erfindung der Neuzeit. Die Verwendung des Lebertrans der Fische und die Herstellung von Fischöl Präparaten ist bei nordischen Völkern vermutlich seit Jahrtausenden Gang und Gäbe. Sie wussten von den gesundheitlichen Auswirkungen des Fisches und somit auch, dass ihm ein wertvoller Stoff innewohnt.

Die geschriebene Geschichte des Vitamins beginnt bereits im 16. Jahrhundert, die moderne Geschichte in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Alles begann mit der Entdeckung der Rachitis, einer Erkrankung der wachsenden Knochen bei Kindern. Schnell war klar, dass Stadtkinder deutlich öfter an einer Rachitis erkranken als Dorfkinder. Später stellte man fest, dass Kinder, die im sonnigen Klima heranwachsen, keine Rachitis entwickeln – dank Vitamin D.

Im Jahr 1919 gelang es Wissenschaftlern, eine Rachitis mit künstlich erzeugtem Licht zu heilen, kurze Zeit später fand man heraus, dass natürliches Sonnenlicht ebenfalls dazu in der Lage ist. Ein Forscher entdeckte den Stoff kurz darauf in Lebertran und bezeichnete ihn als Vitamin D.

Professor Windhaus klärte die Zusammensetzung von Vitamin D im Jahr 1926 mit der Durchführung einer photochemischen Reaktion. Es gelang ihm, die exakte chemische Struktur des Vitamins zu beschreiben. Er bekam für seine Verdienste um die Erforschung des Aufbaus der Sterine und ihres Zusammenhangs mit den Vitaminen zwei Jahre später den Nobelpreis für Chemie.

Wenig später wurden Zusammenhänge zwischen Vitamin D und der Entstehung von Krebs erkannt. Seitdem nimmt die Begeisterung für das Super-Vitamin nicht ab, und es gibt allen Grund dazu. Die Geschichte der Rolle des Vitamins für die menschliche Gesundheit lange und erfolgreich.

Vitamin D im menschlichen Körper

Vitamin D kann vom menschlichen Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst hergestellt werden. Es handelt sich dabei um eine endogene Synthese durch eine photochemische Reaktion in mehreren Etappen. Wird der Vorläufer des Vitamins, 7-Dehydrocholesterin, mit Sonnenlicht bestrahlt, entsteht das Prävitamin D3 durch ein Aufbrechen des B-Rings. Damit erhält das Vitamin das strukturelle Ringsystem von Cholesterol.

Für diese Reaktion sind UV-B-Strahlen mit einer Stärke von 280-315 nm notwendig. Das bedeutet, dass die schwachen Sonnenstrahlen am Abend oder im Winter nicht in der Lage sind, Vitamin D oder genauer gesagt seinen Vorläufer zu produzieren.

Im nächsten Schritt sorgt eine thermische Isomerisierung dafür, das Prävitamin D3 in Vitamin D umzuwandeln. Hierbei handelt es sich um eine Reaktion, die nun nicht mehr auf Licht, sondern auf Wärme angewiesen ist.

Hat sich das Sterin 7-Dehydrocholesterin, ein Bestandteil der Zellmembranen, dank ausreichend Sonne schlussendlich in Vitamin D umgewandelt, kann es seine Funktionen im menschlichen Körper erfüllen und die Gesundheit unterstützen. Es ist lebenswichtig für den Menschen und an zahlreichen Abläufen im menschlichen Organismus beteiligt.

Diese Funktionen erfüllt Vitamin D3 in Bezug auf den Knochenaufbau:

  • Hormonelle Regulation des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels
  • Knochenaufbau und Erhaltung der Knochen
  • Unterstützung des Immunsystems

Calcidiol hat die Aufgabe, das Calcium in die Knochen einzubauen. Es wirkt sich positiv auf Erkrankungen der Knochen aus und hilft, diese zu verhindern. Dazu zählen:

  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Erweichung der Knochen (Osteomalazie)
  • Frakturgefährdung
  • Zahnerkrankungen und -schmerzen

Darüber hinaus unterstützt Vitamin D das Immunsystem und ist in der Lage, Erkältungen, Grippen sowie Infektionen zu bekämpfen. Zusätzlich beeinflusst das Super-Vitamin die Gesundheit von Haut, Gehirn, Herz und Blutgefäßen. Der Grund dafür ist, dass es fast überall im menschlichen Körper Rezeptoren gibt, die im Zellinneren Signalprozesse auslösen. Damit hat es positive Auswirkungen auf:

  • Hauterkrankungen: Akne, Neurodermitis, Juckreiz
  • Allergien
  • Erkrankungen des Nervensystems (Multiple Sklerose, Parkinson)
  • Neurologische Störungen (Autismus)
  • Infektionen des Magen-Darm-Trakts (Durchfall, Verstopfung, Reizdarm)
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Depressionen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche
  • Erbgut/DNS

Vitamin D Speicher

Vitamin D wird im Körper des Menschen gespeichert. Die Fähigkeit ist auf die Fettlöslichkeit des Vitamins zurückzuführen, das Fettgewebe und die Muskeln sind so in der Lage, das Vitamin zu speichern. Diese Speicherfunktion ist von großer Bedeutung, denn in den Wintermonaten ist es nahezu unmöglich, eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Das liegt daran, dass die Zahl der Sonnenstunden an Wintertagen gering ist. Die Sonne steht zu niedrig und hat nicht genug Kraft für eine Synthese von Vitamin D. Darüber hinaus ist das lebenswichtige Vitamin in nur wenigen Lebensmitteln enthalten und der Gehalt zu niedrig. Demnach müsste man 5kg Käse, 22 Liter Milch oder beinahe täglich fettreiche Fische zu sich nehmen, um den empfohlenen Wert von 20 Mikrogramm zu decken.

Der Speicher ermöglicht es, einen Defizit zu verhindern. Eine solche Reserve für den Winter ist außerordentlich wichtig, da mit einer Unterversorgung schwerwiegende Konsequenzen einhergehen können. Calcitriol erfüllt zahlreiche Funktionen des menschlichen Körpers. Wird der Bedarf nicht gedeckt, kann eine Rachitis entstehen oder es machen sich Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Kreislaufprobleme bemerkbar.

Vitamin D wird in Fettgeweben und Muskeln gespeichert. Die gespeicherte Form des Vitamins wird als 25-Hydroyx-Vitamin-D oder auch 25-(OH)-D bezeichnet. Die Größe des Speichers ist individuell, bei übergewichtigen Personen ist er weitaus größer als bei normal- oder untergewichtigen. Man geht davon aus, dass ein Kilogramm Fettgewebe in etwa 4000 IE Vitamin D, in internationalen Größen, enthält, das entspricht 100 µg. Ein Mensch, der 70kg wiegt, ist in der Lage, etwa 100.000 IE Vitamin D zu speichern. Diese Reserve für ein bis zwei Monate ausreichen.

Es gibt verschiedene Wege, den Speicher zu füllen. Die wichtige Voraussetzung ist eine Aufnahme von Vitamin D, die den täglichen Bedarf übersteigt. Dabei gibt es einige Faktoren, die beachtet werden müssen.

Die einzig wirkliche Möglichkeit, den Vitamin D Speicher zu füllen, bietet sich im Sommer und lautet Sonnenbad. Denn nur im Sommer steht die Sonne hoch genug, um dem Körper die starken UVB-Strahlen zu geben, die er benötigt. Eine direkte Sonnenbestrahlung der Haut ist dabei notwendig.

Ein perfekter Tag, um den Vitamin D Speicher zu füllen, spielt sich demnach draußen ab. Die Strahlen sind nicht fähig, Glas zu durchdringen. Den Arbeitsplatz oder den Lieblingssessel im Wohnzimmer ans Fenster zu verlegen, bringt einen hier nicht weiter. Das Sonnen mit wenig Kleidung im Garten oder den Tag im Freibad zu genießen, stellt eine optimale Variante dar.

Dafür reichen für die meisten Personen eine Sonnenbestrahlung von 10-30 Minuten aus. Dabei gilt: Je heller die Haut, desto mehr Vitamin D wird produziert. Dunkelhäutige Menschen sollten demnach eine deutlich längere Zeit in der Sonne verbringen, teils bis zu 2 Stunden.

Es ist jedoch wichtig, dass kein Sonnenschutzmittel die Wirkung von Vitamin D verhindert. Dieses sollte erst nach dieser Zeit aufgetragen werden. Die Verwendung von Sonnencreme ganz außer Acht zu lassen, ist dabei keine Lösung. Eine lange und starke Strahlung ist schädlich für die Haut, es entstehen Verbrennungen und das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt.

Ein Solarium stellt dabei keine wirkliche Alternative dar. Der Grund hierfür ist, dass in Solarien UV-A-Strahlen verwendet werden und nicht die nötigen UV-B-Strahlen. Es erweist sich deshalb als schwierig, den Körper in Wintermonaten mit Vitamin D zu versorgen.

Das muss berücksichtigt werden:

  • Um im Winter eine Versorgung an Vitamin D sicherzustellen, muss der Vitamin D Speicher im Sommer gefüllt werden.
  • Eine theoretische Sicherstellung des Bedarfs im Winter über die Nahrung ist theoretisch möglich, praktisch jedoch nicht.
  • Ein Winterurlaub in südlichen Regionen stellt eine Möglichkeit dar, Vitamin D auch im Winter zu tanken. Der Ski-Urlaub in den Bergen bietet sich ebenfalls an, da die Sonneneinstrahlung im Hochgebirge stärker ist.
  • Ist es nicht möglich, den Bedarf mit Hilfe des Speichers oder der Nahrung zu decken, können geeignete Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden. Es bieten sich hochwertige Vitamin D Präparate

Vitamin D aufnehmen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das lebenswichtige Vitamin D aufzunehmen. Die einfachste und bestmögliche Variante ist die Produktion durch Sonnenlicht. Der Körper bildet mit eigener Kraft die Vorstufe des Vitamines D, das Provitamin 7-Dehydrocholesterol. Nun wird nur noch Sonne benötigt, und unser Körper bildet durch eine photochemische Reaktion in verschiedenen Etappen das Vitamin D. Es gibt jedoch einige Faktoren, die eine Synthese von Vitamin D behindern.

Das Sonnenlicht muss stark genug sein.

  • Es sind UV-B-Strahlen notwendig, um Vitamin D zu produzieren.
  • Die Nutzung von Solarien stellt keine Lösung dar, den Vitamin D Bedarf zu decken, da UV-A-Strahlen verwendet werden.
  • Die Stärke der Strahlung ist ausschlaggebend. Der UV-Index muss höher als 3 sein, damit die Sonnenstrahlen relevant für die Synthese von Vitamin D sind.
  • Es reichen bereits 15 Minuten in der Sonne aus, um Vitamin D zu speichern.
  • Es genügt, das Gesicht, Hände und Arme zu sonnen. Je mehr Teile des Körpers dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, desto größere Mengen können jedoch gespeichert werden. Den Tag im Freibad zu genießen, ist hier nicht verkehrt.
  • Die UV-Strahlen sind nicht in der Lage, Glas zu durchdringen. Wer sich in einem Gebäude befindet, hat keine Chance, Vitamin D zu tanken
  • Eine Sonnencreme oder -milch verhindert durch ihren hohen Lichtschutzfaktor die Synthese von Vitamin D
  • Nach einer gewissen Zeit in der Sonne sollte trotzdem zur Sicherheit ein Sonnenschutzmittel verwendet werden, damit die Haut keine Schäden davonträgt
  • Die Sonne muss hoch genug stehen. Abends oder an Wintertagen ist es nicht möglich, ausreichend Vitamin D herzustellen. Ein Winterurlaub in den Bergen bietet sich an.
  • Dunkle Haut ist weniger anfällig für Sonne als helle. Damit geht einher, dass Menschen mit einer hellen Haut weniger Zeit in der Sonne verbringen müssen als Menschen mit dunkler Haut. Der Minuspunkt: Helle Haut muss bereits nach wenigen Minuten mit einem Mittel vor der Sonne geschützt werden, da sie sich schneller einen Sonnenbrand oder Erkrankungen der Haut zuziehen.
  • Äußere Faktoren wie die Jahres- oder Tageszeit, aber auch Luftverschmutzung oder Bewölkung verhindern die Wirkung von Vitamin D. Auch die Höhenlage und der Untergrund beeinflussen die Synthese.

Eine ausreichende Zufuhr an Vitamin D über die Nahrung ist theoretisch möglich, aber praktisch äußerst unwahrscheinlich. Trotzdem trägt die Ernährung zusätzlich dazu bei, Vitamin D, wenn auch nicht allzu große Mengen davon, sicherzustellen.

  • Sowohl tierische als auch pflanzliche Lebensmittel enthalten Vitamin D. Vitamin D3 ist in tierischen Nahrungsmitteln zu finden, Vitamin D2 hingegen in pflanzlichen Lebensmitteln.
  • Fettreiche Fische wie Hering enthalten relativ hohe Mengen an Vitamin D3. Experten empfehlen ein- bis zweimal Fisch pro Woche. Da es sich im Winter schwieriger gestaltet, den Bedarf an Vitamin D zu decken, ist dann eine häufigere Aufnahme zu empfehlen.
  • Der Spitzenreiter der pflanzlichen Lebensmittel ist die Avocado mit 200 IE je 100g.
  • Es gibt Lebensmittel, die mit Vitamin D angereichert sind, dazu zählen Margarine oder bestimmte Säfte.
  • Um den täglichen Bedarf an Vitamin D ausschließlich durch die Ernährung zu decken, müsste man etwa 22 Liter Milch, 15 Eier oder 5kg Käse zu sich nehmen.
  • Es werden Vitamin D Präparate für eine Ergänzung der Nahrung angeboten.

In Wintermonaten kann eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, die Vitamin D beinhalten, sinnvoll sein. Es ist kaum möglich, den empfohlenen Bedarf durch ausgewählte Lebensmittel sicherzustellen.

Ob eine Supplementierung durch Vitamin D zu empfehlen ist, muss individuell bestimmt werden und hängt von verschiedenen Faktoren ab. Hierzu zählt die Menge des gespeicherten Vitamins, die Zeit, die derjenige in der Sonne verbringt und die Ernährung. Ob eine Unterversorgung mit Vitamin D tatsächlich der Fall ist, kann von einem Arzt festgestellt werden. Das sollte man über die Supplemente wissen:

  • Ist die körpereigene Bildung von Vitamin D mit Hilfe der Sonne nicht ausreichend, sollte ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
  • Die Supplemente sind in der Lage, Symptome und Erkrankungen, die durch einen Vitamin-D-Mangel entstehen, zu verhindern.
  • Die Mittel werden meist als Tabletten, Kapseln oder Tropfen angeboten.
  • Es wird ein Präparat empfohlen, das Vitamin D und Vitamin K2 enthält. Sie arbeiten in verschiedenen Bereichen zusammen (Knochenaufbau, Stoffwechsel). Der Grund hierfür ist die gemeinsame Verwertung von Kalzium.

Der natürlichste und einfachste Weg, genügend Vitamin D aufzunehmen, stellt die körpereigene Synthese mit Hilfe von Sonnenlicht dar. In der Regel wird nur ein geringer Anteil über die Nahrung aufgenommen, das bedeutet 10 bis 20%. Bestimmte Lebensmittel eignen sich hervorragend, um die Versorgung mit Vitamin D zu unterstützen.

Beginnt der Winter und die Tage werden dunkler und kürzer, sollten Vitamin D Präparate eingenommen werden, wenn der Vitamin D Speicher nicht ausreichend Vorrat birgt.

Bedingungen für die Wirkung von Vitamin D

Einige Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Vitamin D seine volle Wirkung entfalten kann. Zunächst muss eine ausreichende Zufuhr an Vitamin D stattfinden. Darüber hinaus müssen weitaus mehr Umstände betrachtet werden.

Vitamin D und Vitamin K2 wirken nur als Team

Vitamin D ist besonders für seine gesunde Wirkung auf die Knochen und Muskeln bekannt. Damit das Vitamin in diesem Bereich ideale Effekte erzielen kann, ist es jedoch notwendig, dass der Körper ebenfalls genug Vitamin K2 bekommt. Das liegt daran, dass die Vitamine in verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Sie wirken nur als Team. Sie sind gemeinsam am Knochenaufbau oder Stoffwechsel beteiligt. Das Vitamin K2 ist dafür zuständig, das Kalzium an den erforderlichen Stellen im Körper einzubauen. Für den Transport des Kalziums sind zudem bestimmte Proteine maßgebend, die ohne ausreichende Mengen an Vitamin K2 nicht arbeiten können. Sie sind an das Vitamin gebunden.

Deshalb ist es sinnvoll die Aufnahme des Vitamins K2, bei einer erhöhten Zufuhr von Vitamin D, ebenso zu steigern. Nur dann sind sie in der Lage, gewissenhaft ihren Aufgaben nachzugehen. Gemeinsam sind sie für den Knochenaufbau und die Stärke der Knochen verantwortlich, sie unterstützen den Stoffwechsel und begünstigen die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen. Im Umkehrschluss besitzen sie die Kraft, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Erkrankungen der Knochen wie Osteoporose effizient zu bekämpfen.

Das sind die wichtigsten Punkte:

  • Die Vitamine D und K2 funktionieren nur als Team ideal
  • Sie arbeiten in verschiedenen Bereichen zusammen, dazu zählen der Stoffwechsel und der Aufbau und die Erhaltung der Knochen
  • Wird die Zufuhr an Vitamin D erhöht, ergibt sich auch ein erhöhter Bedarf an Vitamin K2

Im Übrigen ist das der Grund, weshalb Nahrungsergänzungsmittel häufig Vitamin D und Vitamin K2 enthalten. Ein solches Präparat wird bei einer ergänzenden Einnahme also empfohlen.

Magnesium als Rückgrat für Vitamin D

Doch Vitamin D ist darüber hinaus von einem weiteren Mineralstoff abhängig, von Magnesium. Bei Vitamin D handelt es sich um ein Prohormon. Damit es sich in ein Hormon umwandeln kann, ist eine ausreichende Versorgung an Magnesium notwendig. Damit geht einher, dass das Vitamin ohne Magnesium nicht in der Lage ist, später seine hormonelle Wirkung zu entfalten.

Magnesium erfüllt dabei eine ähnliche Aufgabe wie Vitamin K2. Es dient als Treibstoff für die Moleküle, die Vitamin D im menschlichen Körper weitergibt. Da sie im direkten Zusammenhang stehen, ist es nötig, ausreichend Magnesium einzunehmen, damit Calcitriol wirken kann. Bei einer Therapie und einer erhöhten Aufnahme an Vitamin D hat der Mensch also einen erhöhten Bedarf an Magnesium. Es ist deshalb sinnvoll, die Zufuhr an Magnesium nicht außer Acht zu lassen und sicherzustellen, etwa durch eine Einnahme von Supplementen.

Vitamin D ist in der Lage, Erkrankungen wie Rachitis zu heilen. Das ist zwar richtig, jedoch fanden Forscher vor einigen Jahrzehnten heraus, dass eine Zugabe von Magnesium notwendig ist.

Aufnahme durch die Sonne

Damit bei einer körpereigenen Bildung von Vitamin D unter Verwendung der UV-Strahlen nichts schief geht, müssen einige Punkte berücksichtigt werden. Die wichtigsten in Kürze:

  • Störfaktoren müssen ausgeschaltet werden (Sonnenschutzmittel, Hindernisse zwischen Sonne und Haut)
  • Ausreichende Stärke der UV-Strahlen
  • Die Sonne muss hoch genug stehen
  • Für die meisten Menschen reichen 10-30 Minuten in der Sonne aus, bei einem dunkleren Hautton erhöht sich die Zeit auf bis zu zwei Stunden
  • Der Hauttyp beeinflusst die Dauer, die benötigt ist
  • Es genügt, Gesicht und Arme zu sonnen. Je mehr Teile sich jedoch in der Sonne befinden, desto mehr Vitamin D wird produziert

Eine fehlende endogene Synthese ist die Ursache dafür, dass ein Großteil der Menschen in Deutschland an einem Vitamin-D-Mangel leidet. Besonders gefährdet sind Jugendliche, ältere sowie übergewichtige Menschen und diejenigen, die an einer Depression oder chronischen Erkrankung leiden. Demnach gelingt es nur circa 40 Prozent der Deutschen, ihren Bedarf zu decken.

Der Blutspiegel bestimmt die Wirkung von Vitamin D

Der Körper muss ausreichende Mengen aufnehmen, damit das Vitamin im Körper wirken kann. Die Blutwerte müssen über 30 ng/ml liegen, damit es seine Aufgaben vollbringen kann, das entspricht 75 nmol pro Liter. Werte zwischen 35 und 60 ng/ml (80-150 nmol pro Liter) werden als ideal betrachtet.

Alles, was darüberliegt, entspricht sehr hohen Werte, ab 90 mg/ml spricht man von einer Überversorgung. Calcitriol hat sogar eine toxische Wirkung, sobald die Werte 150 ng/ml übersteigen. Man spricht hier von einer Vitamin D Vergiftung.

Damit das Vitamin seine volle Wirkung entfalten kann, ist demnach ein gesunder Blut-Spiegel von Bedeutung. Die richtige Menge macht’s. Nicht nur mit einem Mangel, auch mit einem Überschuss gehen Konsequenzen einher. Bei einem Defizit treten Symptome wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Muskelschmerzen oder -krämpfe auf. Eine Überdosierung ist hingegen kaum zu erreichen, trotzdem können extrem hohe Dosen zu einem Mangel an Mineralstoffen, einer Verkalkung der Blutgefäße oder einer Störung des Kalzium- und Phosphathaushalts (Hyperkalzämie) führen.

Vitamin D: Calcium und Phosphat

Kalzium und Phosphat sind die bedeutendsten Materialien für die Knochen. Kalzium an sich ist für den Stoffwechsel des Menschen unentbehrlich, gemeinsam mit Phosphor ist es für den Knochenaufbau und die Erhaltung der Knochen und ihrer Stärke zuständig. Phosphor ist außerdem für die Regulierung der Funktionen der Zellen zuständig.

Da die beiden Stoffe direkt zusammenarbeiten, ist eine enge Regulation und somit eine Aufrechterhaltung des Gleichgewichts notwendig. Der Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel wird hormonell durch Vitamin D und Parathormon bedingt. Vitamin D, genauer gesagt das Vitamin D3 Calcitriol, ist für die Mineralisierung der Knochen und den Einbau von Calcium und Phosphat in Niere und Darm von großer Bedeutung.

  • Die Mineralisierung der Knochen durch Calcitriol erfolgt durch eine Aktivierung der Osteoblasten. Es handelt sich dabei um diejenigen Zellen, die für die Knochenbildung zuständig sind.
  • Calcitriol ist durch eine erhöhte Produktion von kalziumbindenden Proteinen und Enzymen (Adenosintriphosphatasen, ATPase) für die Aufnahme von Kalzium und Phosphat in Niere und Darm verantwortlich.

Beide Stoffe benötigen Vitamin D für die Aktivierung von Vitamin K2. Die beiden Stoffe funktionieren nur als Team. Vitamin K2 wird von Mikroorganismen gebildet und erfüllt die Verteilung von Kalzium im Körper. Es verhindert eine Ablagerung in den Blutgefäßen und verstärkt den Einbau von Kalzium in die Knochen.

Befinden sich die Knochenbaustoffe im Ungleichgewicht, kann das schwerwiegende Folgen haben. Es ist keine Seltenheit, dass Erkrankungen, die das Skelett und die Knochen betreffen, entstehen. Sie sind die Folgen eines Vitamin-D-Mangels. Ausreichend Vitamin D ist nötig, um Erkrankungen wie eine schmerzhafte Knochenerweichung (Osteomalazie), Knochenschwund (Osteoporose) und eine Frakturgefährdung zu verhindern.

Wirkung

Jede Zelle des Körpers ist in der Lage, Vitamin D zu bilden. Das liegt daran, dass es fast überall im menschlichen Körper Vitamin-D-Rezeptoren gibt, die im Inneren der Zellen Signalprozesse auslösen. Das Vitamin ist lebensnotwendig und hat gesundheitliche Auswirkungen auf verschiedenste Bereiche des menschlichen Organismus. Das bedeutet, dass es für eine Prävention und Heilung diverser Krankheiten, die unterschiedliche Regionen des Körpers betreffen, verantwortlich ist.

Erbgut/DNA

Das Prohormon und seine Stoffwechselprodukte sind aktiv an der Regulation von angeborenen und adaptiven Immunreaktionen beteiligt. Es erfüllt unteranderem genomische Funktionen, die das Erbgut des Menschen betreffen. Sie werden durch die Vitamin-D-Rezeptoren (VDR), die im Kern der Zelle (Zellnukleus) liegen, vermittelt.

Über diese Rezeptoren kann es seine Wirkung entfalten. Vitamin D dirigiert das Auslesen des Erbguts dieser Zellen. Es aktiviert und steuert die Gene direkt. Damit geht ein maßgeblicher Einfluss auf die Funktion der Zellen und den menschlichen Organismus einher, zudem beeinflusst das Sonnenvitamin die Synthese verschiedener Stoffe, darunter Proteine oder Neurotransmitter.

Vitamin D verändert somit nicht das Erbgut, aber die epigenetische Regulation zählt zu seinen Aufgaben, und damit auf die Teilung und Differenzierung der Zellen.

Gegen Rheuma

Diverse Erkrankungen zählen zu den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises. Grundlegend bezeichnet Rheuma einen ziehenden, reißenden Schmerz. Krankheiten wie Arthrose oder Gicht zählen zu den bekanntesten, doch auch Organe können von den entzündlichen rheumatischen Erkrankungen betroffen sein. Etwa gibt es rheumatische Augen- oder Herzmuskelentzündungen oder Entzündungen der Nieren, der Gefäße und Nerven.

Vitamin D ist in der Lage, das Ausmaß einer rheumatischen Erkrankung zu lindern und die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Studien berichten, dass Rheuma-Patienten oft an einer Unterversorgung mit Vitamin D oder gar einem Mangel mit einem Spiegel von unter 10 ng/ml (< 25 nmol pro Liter) leiden. Diejenigen Personen, die nicht genügend Vitamin D produzieren und aufnehmen, sind anfälliger für rheumatische Erkrankungen.

Die Auswirkungen von Vitamin D auf die Knochen sind lange bekannt. Auch in der Behandlung von Osteoporose und Osteomalazie findet das Vitamin schon lange seine Anwendung. Doch Vitamin D unterstützt die Betroffenen nicht erst bei einer Erweichung oder einem Schwund der Knochen, es ist generell für die Gesundheit der Knochen zuständig.

Eine Steigerung der Aufnahme kann die Schmerzen der Rheuma-Kranken reduzieren. Dieser Effekt wurde durch diverse wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Zudem kann die Entzündungsaktivität der Gelenke durch Vitamin D gelindert werden. Bei einem Defizit steigt die Aktivität weiter an, umgekehrt ist es in der Lage, die Aktivität zu mindern.

Gegen Müdigkeit

Müdigkeit und Antriebslosigkeit können aus einer Vitamin D Armut resultieren. Einer der Gründe, weshalb sich Menschen hierzulande im Winter müde und schlapp fühlen, ist das Fehlen von Vitamin D, das aufgrund des schwachen Sonnenlichts nicht synthetisiert werden kann. Es ist nahezu unmöglich, allein über die Nahrung ausreichende Mengen des Vitamins zu sich zu nehmen. Die Folge ist Müdigkeit und Schwäche im Winter.

Das liegt daran, dass Calcitriol mitunter für die Regulation von Kalzium zuständig ist. Der Kalzium-Spiegel im Körper hängt mit der Funktionsfähigkeit des Nervensystems und der Muskeln zusammen. Ist die Einlagerung des Kalziums gestört, sind der Mensch und sein Körper nicht in der Lage, reibungslos und wie gewünscht zu funktionieren. Er fühlt sich müde, außerdem können Muskel- und Gliederschmerzen die Folge sein.

Das Problem kann gelöst werden, indem der Speicher in den Sommermonaten ausreichend gefüllt wird oder man Vitamin D Präparate zu sich nimmt. Eine Therapie trägt dazu bei, die Antriebslosigkeit zu überwinden. Studien beweisen, dass eine Erhöhung der Aufnahme die Symptome deutlich verringert.

Osteoporose

Die positive Wirkung von Vitamin D auf die Knochen ist lange bekannt. Das Vitamin kann Erkrankungen der Knochen lindern, diese Fähigkeit ist bereits mehrfach durch wissenschaftliche Studien belegt.

Osteoporose bezeichnet eine Erkrankung des Skelettsystems, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen können. Durch die verminderte Knochendichte kann eine Kontinuitätsunterbrechung des Knochengewebes entstehen, Knochenbrüche kommen leichter zustande.

Knochen brauchen Vitamin D. Das liegt daran, dass die bedeutendsten Materialien für die Knochen, Kalzium und Phosphat, nur dank des Vitamins ihrer Aufgabe nachgehen können. Der Kalzium-Phosphat-Stoffwechsel wird hormonell durch das Prohormon und Parathormon bedingt. Die Mineralisierung der Knochen durch Vitamin D erfolgt durch eine Aktivierung der Osteoblasten. Es handelt sich dabei um diejenigen Zellen, die für die Knochenbildung zuständig sind.

Vitamin D ist deshalb ein wichtiger Bestandteil einer Osteoropose-Therapie. Studien bestätigen, dass eine Steigerung der Aufnahme des Vitamins das Risiko einer Frakturgefährdung deutlich verringern kann. Die Gefahr, Knochenbrüche zu erleiden sinkt. Darüber hinaus wirkt sich Vitamin D positiv auf die Bewegungsfähigkeit der Patienten aus, die sonst unter einer Steifigkeit leiden, und es lindert ihre Schmerzen.

Bei Haarausfall

Da es überall immenschlichen Körper entsprechende Rezeptoren gibt, ist die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten des Vitamins äußerst hoch. Tatsächlich kann es sogar gegen Haarausfall helfen.

Eine besondere Rolle beim Haarwachstum spielt der Haarfollikel. Er befindet sich um die Haarwurzel herum und stellt den Ausgangspunkt für eines jeden Zyklus dar. Der Kreislauf des Haarwachstums besteht aus drei Phasen:

  • Anagenphase -> Haarwachstum (Dauer: bis zu sechs Jahre)
  • Katagenphase -> Der Haarfollikel schiebt das Haar zur Kopfhaut vor (Dauer: zwei Wochen)
  • Telogenphase -> Das Haar fällt im Zeitraum der Telogenphase (Dauer: ca. drei Monate) aus, da es von der Nährstoffversorgung abgegrenzt und ausgestorben ist. Der Haarfollikel schiebt sich zurück in die Kopfhaut an seinen ursprünglichen Platz. Ein neuer Zyklus beginnt.

Im Hinblick auf Vitamin D bedingten Haarausfall, ist das Zauberwort schon gefallen – es lautet Nährstoffversorgung. Ist die Nährstoffversorgung mangelhaft oder wird gestört, bringt das den Zyklus durcheinander. Der Follikel stirbt früher oder später aus, es ergeben sich kürzere oder längere Phasen des Haarwachstums. So entsteht Haarausfall.

Eine Ursache für Haarausfall ist deshalb mangelnder Kalzium Einbau. Selbst wenn sich genug Kalzium im menschlichen Körper befindet, ist es ohne Vitamin D nicht im Stande, es in die richtigen Bereiche einzulagern. Fehlt es dem Haar an Kalzium, kommt es zu Haarausfall oder -verlust (Alopezie), da es Akteur in der Rolle des Haarwachstums ist.

Es muss beachtet werden, dass Haarausfall verschiedene Ursachen haben kann. Es gibt anlagebedingten Haarausfall, krankheitsbedingten Haarausfall oder es kann durch äußere Einflüsse (zu hohe Temperaturen, Färben) strapaziert sein. Ist jedoch ein Nährstoffmangel der Auslöser für Haarausfall, kann eine Supplementierung als Lösung des Problems erweisen.

Schützt das Immunsystem

Vitamin D stärkt das Immunsystem und unsere Abwehrkräfte. Das Besondere dabei ist, dass es sowohl Auswirkungen auf die unspezifische als auch auf die spezifische Immunantwort hat. Die unspezifische Immunabwehr handelt schnell und effizient. Sie ist angeboren und deshalb durch die Erbinformation lebenslang festgelegt. Die spezifische oder adaptive Immunabwehr wird erworben und zeichnet sich durch ihre Anpassungsfähigkeit aus.

Im adaptiven Immunsystem entfaltet das Vitamin eine entzündungshemmende Eigenschaft, indem es die T-Zellen beeinflusst. Sie gehören zu den Lymphozyten und sind für das Abwehrsystem von großer Bedeutung. Vitamin D regt die Bildung der regulatorischen T-Zellen an. Dazu gehört zum Beispiel die Helferzelle des Typs 2, die an der Ausschüttung von Antikörpern beteiligt und für die Immunreaktion unentbehrlich ist. Es ist zudem in der Lage, Autoimmunkrankheiten vorzubeugen, da das Vitamin und seine Wirkungsweise eine Überreaktion des Systems verhindert.

Eine Studie, bei der Erwachsene, die niedrige 25-OH-D-Werte aufweisen, mit einem entsprechenden Präparat behandelt wurden, bestätigt, dass Vitamin D bedeutende Auswirkungen auf das Immunsystem hat und die T-Zellen reguliert.

Im angeborenen Immunsystem reguliert Vitamin D die Produktion der Abwehrstoffe (antimikrobielle Peptide) Cathelicidin und Beta-Defensin. Sie spielen eine bedeutende Rolle in der angeborenen Immunantwort, indem sie äußerst wirksam gegen Viren und Bakterien sind. Krankheitserreger werden zerstört. Diese positiven Assoziationen werden durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt.

Gegen Grippe

Mit der positiven Wirkung von Vitamin D auf das Abwehrsystem geht einher, dass es vor Grippen schützet und diese schneller wieder verschwinden lässt. Das angeborene Immunsystem ist dafür zuständig, bei Infektionen schnell zu reagieren.

Calcidiol kurbelt die Produktion von antiviralen und antibakteriellen Abwehrstoffen an. Dadurch werden Krankheitserreger einer Grippe abgetötet. Ein ausgeglichener Haushalt erfüllt außerdem eine präventive Funktion. Er schützt den Körper vor dem Befall einer Grippe. Deshalb sind das mangelnde Sonnenlicht und der sinkende Vitamin D Spiegel im Winter der Grund, weshalb Menschen im Winter schneller krank werden.

Die Zufuhr des Vitamins sollte deshalb im Winter nicht unterbrochen werden. Eine Einnahme von geeigneten Präparaten hält den Spiegel aufrecht, stärkt das Immunsystem und schützt vor Grippewellen.

Gegen Erkältungen

Vitamin D ist sowohl in der Lage, die Entstehung eines Entzündungsprozesses zu verhindern als auch die Genesung bei einer Erkältung zu beschleunigen. Das Calcitriol stärkt die Abwehr des menschlichen Körpers, indem es die Entstehung der Abwehrstoffe Cathelicidin und Defensin beeinflusst.

Wird der Mensch von einer Erkältung angegriffen, wird das Vitamin D, das sich im körpereigenen Speicher befindet, in die aktive Form umgewandelt. Es bahnt sich seinen Weg zu den Rezeptoren der Immunzellen. Die Produktion von Antikörpern, die auf den angreifenden Stoff reagieren, wird angekurbelt. So werden Erreger bekämpft und die Erkältung besiegt.

Befinden sich nicht ausreichende Mengen 25-OH-D3 im Speicher, wird die Entstehung der Abwehrkräfte behindert und die Erkältung hält länger an. Darüber hinaus ist eine Person anfälliger für Erkältungen, wenn sie nicht ausreichende Mengen des Vitamins zu sich nimmt.

Gegen Herz-Kreislaufprobleme

Das Sonnenvitamin wirkt sich positiv auf die Herzgesundheit aus. Sowohl bei Menschen als auch bei Tieren wurde festgestellt, dass mit einer Unzulänglichkeit des 25-OH-Vitamin-D3 Bluthochdruck, Thrombosegefahr als auch ein erhöhtes Risiko an Erkrankungen der Blutgefäße und des Herzens einhergehen.

Der Grund dafür ist, dass Vitamin D für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat zuständig ist. Wird das Kalzium nicht richtig eingebaut, entsteht eine Verkalkung der Blutgefäße (Arteriosklerose, Arterienverkalkung), sie verstopfen. Dadurch verengen sich die Gefäße. Je nachdem, in welcher Körperregion der Blutfluss behindert wird, entstehen diverse, teils schwerwiegende oder tödliche, Krankheiten. Im Herz-Kreislauf-System kommt zu Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen oder gar einem Herzinfarkt.

Eine Supplementierung reduziert das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen immens. Dieser Effekt wurde von einigen wissenschaftlichen Studien bestätigt. Je niedriger der Gehalt an 25-Hydroxy-Vitamin-D3 im Blut ist, desto wahrscheinlicher ist das Vorkommen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Bei Bluthochdruck

Die Auswirkungen von Vitamin D auf die Herzgesundheit und die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erklärt seinen Effekt auf Bluthochdruck. Das Vitamin ist für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat in die gewünschten Bereiche des Körpers zuständig. Ist die Einlagerung des Kalziums durch einen Mangel an Vitamin D gestört, kommt es zu einer Verdichtung der Blutgefäße. Die Arterien versteifen. Gesunde Gefäße sind in der Lage, sich durch ständiges Erweitern und Zusammenziehen den Druckimpulsen des Herzens anzupassen. Durch diese Versteifung und Verengung der Gefäße durch Kalkablagerungen ist das Blut nicht in der Lage, den Kreislauf mit gewohnter Geschwindigkeit zu passieren. Der Blutdruck erhöht sich.

Daraus resultieren sowohl leichte Beschwerden als auch ernsthafte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etwa Funktionsstörungen des Herzens oder der Niere, ein Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Ein Mangel an bedingt Verkalkungen der Blutgefäße und die Entstehung von Bluthochdruck. Im Umkehrschluss ist eine ausreichende Aufnahme für die Gesundheit des Herzens von großer Bedeutung. Eine zusätzliche Einnahme von Supplementen kann den Gehalt ausgleichen und zur Prävention dienen.

Gegen Asthma

Bei Asthma handelt es sich um eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege, die sich durch eine Überempfindlichkeit ausgezeichnet und in Anfällen der Atemnot äußert. Vitamin D ist in der Lage, Asthma und seine Symptome zu lindern.

Die Voraussetzung dafür ist, dass ein Defizit der ausschlaggebende Grund für die Erkrankung ist. Vitamin D übernimmt lebenswichtige Funktionen und hat im Allgemeinen einen großen Einfluss auf das Immunsystem und das Abwehrsystem sowie die Anfälligkeit von Krankheiten.

Wissenschaftler haben aufgrund der positiven Wirkung des Vitamins auf das Immunsystem untersucht, ob ein derartiger Mangel auch der Auslöser für eine asthmatische Erkrankung sein kann und inwiefern es die Symptome beeinflusst. Das Ergebnis ist eindeutig. Zahlreiche Asthma-Patienten leiden an einem teils schweren Mangel an 25-Hydroxy-Vitamin-D3. Eine Steigerung der Aufnahme senkt wiederum die Häufigkeit eines Anfalls, besonders die eines schweren Asthma-Anfalls, der einen Krankenhausaufenthalt benötigt. Eine anhaltende Verschlechterung der Krankheit kann dadurch verhindert werden. Ob Vitamin D die Lungenfunktionen insgesamt verbessert, ist noch unklar, doch in der Asthma-Therapie könnte das Sonnenvitamin trotzdem bahnbrechende Erfolge erzielen.

Eine Studie, in der 616 Kinder aus Costa Rica mit Asthma untersucht wurden, bestätigt einen niedrigen Gehalt von 25-Hydroxy-Vitamin-D bei Asthma-Patienten. Sie belegt außerdem, dass sich bei höheren Werten die Anzahl der benötigten Krankenhausaufenthalte und der Bedarf an entzündungshemmenden Medikamenten verringert hat. Darüber hinaus erhöht das Vitamin die Reaktionsfähigkeit der Atemwege.

Ähnliche Beobachtungen werden von einer weiteren wissenschaftlichen Studie bestätigt. Auch hier wird berichtet, dass Vitamin D die Zahl der nötigen Hospitalisierungen und Notaufnahmen deutlich verringert.

Diabetes

Auch wenn die exakten Hintergründe unklar sind, bestätigen diverse Studien einen direkten Zusammenhang zwischen dem Vitamin und der Entstehung von Diabetes. Es wirkt sich dabei nicht nur positiv auf Diabetes Typ 2 aus, sondern könnte sogar einen Einfluss auf den Typ 1 haben.

Menschen, die an der Stoffwechselkrankheit leiden, sind meist durch einen Mangel gekennzeichnet. Eine Zufuhr kann wiederum die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, verringern.

Ein Zusammenschluss von Studien hat die Verbindung zwischen Vitamin D und Diabetes mellitus untersucht, um festzustellen, inwiefern sich eine Einnahme von Supplementen auf den glykämischen Index auswirkt. Insgesamt hat sich gezeigt, dass eine Vitamin Zufuhr von über 500 IE pro Tag (verglichen mit einer Zufuhr von weniger als 200 IE pro Tag) das Risiko von Diabetes Typ 2 um 13 Prozent reduziert. Diejenigen Personen mit dem höchsten Vitamin D Gehalt weisen ein 43% geringeres Risiko auf als die Probanden mit dem niedrigsten Spiegel.

Es ist außerdem bekannt, dass Menschen, die sich in einem Vorstadium von Typ-2-Diabetes befinden, seltener an Diabetes erkranken, wenn sie ausreichend Vitamin D zu sich nehmen. Das Prohormon fördert die Insulinresistenz und stabilisiert den Stoffwechsel. Betroffene sollten sich deshalb auf einen Nährstoffmangel untersuchen lassen – eine Einnahme von Präparaten kann eine Entstehung der Krankheit verhindern.

Depressionen

Es gibt unterschiedlichste Ursachen für Depressionen. Oft sind problematische Lebensumstände der Grund, jedoch kann ein Nährstoffmangel ebenso der Auslöser für eine Depression sein. Nach dem heutigen Erkenntnisstand können folgende Anlässe zu einer Depression führen:

  • Genetische Veranlagung
  • Stoffwechselstörungen
  • Nährstoffmangel, eine Störung der Botenstoffe (Serotonin, Dopamin, Adrenalin)
  • Psychosoziale Faktoren, die in der Entwicklung eines Menschen liegen
  • Problematische Lebensumstände wie Einsamkeit oder Arbeitslosigkeit

Bei dem Punkt Nährstoffmangel setzt das Vitamin D3 ein. Im Winter fühlt sich der Mensch oft müde und schwach, oft setzt die sogenannte Winterdepression ein. Diese ist auf das fehlende und schwache Sonnenlicht zurückzuführen, daraus resultiert zum Beispiel ein Mangel an Serotonin, dem Glücksbotenstoff, aber auch Vitamin D.

Zahlreiche Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Gehalt des Vitamins im Körper und einer Depression bestätigt. Personen, die an einer Depression leiden, weisen in der Regel einen zu niedrigen Spiegel auf. Je niedriger der Gehalt ist, umso stärker ist das Ausmaß der Depression. Nehmen die Betroffenen hingegen Vitamin D zu sich, klingen die Symptome ab.

Das Prohormon ist sogar in der Lage, Wochenbettdepressionen oder Depressionen in der Frühschwangerschaft zu verhindern. Komplikationen und Stimmungskrisen sind besonders bei Frauen zu beobachten, die an einer Vitamin D Armut leiden. Auch der Babyblues kann auf eine unzureichende Aufnahme des Nährstoffs in der Schwangerschaft zurückzuführen sein.

Die Wahrscheinlichkeit, an einer Depression zu erkranken, nimmt mit einer ausreichenden Zufuhr an Vitamin D deutlich ab. Die Verwertung der Botenstoffe wird begünstigt und die Psyche stabilisiert. Diverse Studien belegen den Erfolg einer Vitamin-D-Therapie in der Behandlung von Depressionen.

Gegen Akne

Vitamin D ist für den Schutz der Haut zuständig. Es spielt eine bedeutende Rolle für das Immunsystem und die Abwehr, es verhindert und bekämpft entzündliche Hauterkrankungen. Das Vitamin unterstützt die Entstehung von Peptiden (Abwehrkräften), die feindselige Krankheitserreger bekämpfen. Die entzündungshemmende Eigenschaft von Vitamin D unterbindet Inflammationen.

Ein Defizit kann deshalb der Auslöser für die Erkrankungen des Talgdrüsenapparates und der Haarfollikel der Akne sein. Eine Zufuhr des Vitamins kann die Entstehung der Hautkrankheit verhindern und das Ausmaß lindern. Wissenschaftler bestätigen den Zusammenhang und sind deshalb dabei, Medikamente gegen Akne, die auf Vitamin D basieren, zu ergründen. Leidet ein Mensch an Hautproblemen ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen und zu hinterfragen, ob ein Nährstoffmangel der Auslöser für die Krankheit ist.

Gegen Juckreiz

Die schützende Funktion von Vitamin D auf die Haut hilft gegen Juckreiz. Das Vitamin wirkt sich im Allgemeinen positiv auf entzündliche Hauterkrankungen aus. Diese können oft der Auslöser für einen Juckreiz sein.

Eine weitere Ursache für Juckreiz können Kalziumablagerungen in der Haut sein. Vitamin D ist für die Einlagerung von Kalzium und Phosphat in den gewünschten Bereichen verantwortlich. Fehlt es dem Körper an Vitamin D, kommt es zu einer falschen Einlagerung der Stoffe. Daraus resultieren Anhäufungen des Kalziums, die Entzündungen sowie Juckreiz verursachen.

Ein ausgeglichener Vitamin D Spiegel kann helfen, die Entstehung von Juckreiz abzuwenden. Es reduziert zudem die Wahrscheinlichkeit einer Akne und Folgeschäden, die aus Kalziumablagerungen entstehen können.

Gegen Falten

Vitamin D beeinflusst die Gesundheit der Haut. Doch es verhindert nicht nur Hauterkrankungen und ungewünschten Juckreiz, es kann sogar den Alterungsprozess der Haut verlangsamen. Dadurch entstehen Falten deutlich später und die Haut bleibt jung.

Entzündungsprozesse beschleunigen den Alterungsprozess. Seine schützende und antiinflammatorische Funktion behindert eine Entstehung von Entzündungen und damit eine Ursache, die Falten entstehen lässt. Das Vitamin ist an der Wundheilung und der Immunfunktion der Haut beteiligt, außerdem schützt es die Haut vor freien Radikalen.

Mangelt es der Haut an Vitamin D, altert sie deutlich schneller. Sie trocknet aus und wird dünner. Sie verliert ihre Elastizität und Falten entstehen. Auf den körpereigenen Vitamin D Haushalt zu achten, eignet sich deshalb hervorragend als persönliches Anti-Aging Programm. Die Aufnahme des Vitamins sorgt dafür, dass die Haut länger weich und frisch bleibt.

Gegen Zahnschmerzen

Das Prohormon ist für die hormonelle Regulation des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels zuständig. Es erfüllt die Aufgabe, Kalzium in die Knochen und Zähne einzubauen. Ein Mangel begünstigt die Entstehung von Zahnerkrankungen, er kann der Auslöser für einige Probleme im Mundbereich sein. Dazu zählen Zahnschmerzen sowie Zahnverlust.

Studien belegen, dass Vitamin D den Erhalt der Zähne beeinflusst. Ein fallender 25-(OH)-D Spiegel erhöht den Schaden und die Verlustrate von Zähnen. Vitamin B trägt dazu bei, die Gesundheit der Zähne durch den geregelten Einbau von Kalzium zu fördern.

Durchfall

Ein unausgeglichener Vitamin D Haushalt begünstigt das Entstehung von Durchfall. Der Auslöser für Durchfall kann nicht nur durch eine Lebensmittelunverträglichkeit oder vegetative Störungen entstehen, sondern auch durch eine Immunschwäche. Mit einem schwachen Immunsystem geht eine verstärke Anfälligkeit von Krankheitserreger einher, einschließlich Darmerregern.

Vitamin D fördert das Immunsystem und stärkt die Abwehrkräfte des Menschen. Ist Durchfall das Resultat einer Immunschwäche, kann eine erhöhte körpereigene Herstellung von Vitamin D oder eine Einnahme von Supplementen helfen, Durchfall zu verhindern und die Darmflora zu beruhigen. Studien belegen außerdem, dass Vitamin D die Symptome eines Reizdarmsyndroms, wozu die sogenannte Pseudodiarrhö zählt, zu lindern. Die Diarrhoen werden mit einer oralen Einnahme von entsprechenden Präparaten erfolgreich behandelt.

Bei Verstopfung

Auch einen Zusammenhang zwischen Vitamin D und Verstopfungen kann man vorwiegend beim Reizdarmsyndrom beobachten. Zu der Verdauungsstörung zählen Symptome wie Durchfall, Blähungen oder auch Verstopfungen.

Es gibt einige Faktoren, die das Reizdarmsyndrom auslösen können. Es kann sich dabei um eine einfache Nahrungsmittelunverträglichkeit handeln, aber auch um Hormonstörungen, einen Defekt der Bauchspeicheldrüse oder sogar Krebs.

Oft kann bei der Erkrankung ein Defizit festgestellt werden. Wird die Dosis der Betroffenen durch Supplemente erhöht, bessern sich die Symptome jedoch schnell. Das Vitamin beruhigt die Darmflora und zeigt sowohl bei Verstopfungen als auch weiteren Beschwerden der Verdauungsstörung wie Durchfall zeitnah eine Besserung.

Gegen Infektionen wie Tuberkulose

Vitamin D wirkt gegen Virus- und bakterielle Infektionen. Ein Beispiel dafür ist Tuberkulose, eine Infektionskrankheit, die überwiegend die Lungen befällt, da sie hauptsächlich über die Luftwege transportiert wird. Die Krankheit wird durch Bakterien verursacht.

Die Frage nach den Symptomen ist nicht ganz einfach zu beantworten, diese sind stark abhängig von dem jeweiligen Stadium der Krankheit. Zu Beginn sind herkömmliche Symptome einer Erkältung oder Grippe zu erkennen, etwa Husten, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit. Hinzu kommen Müdigkeit und Schmerzen im Bereich der Brust. Später kommt es zu Schädigungen der Lunge und Atemnot.

Vitamin D hat einen positiven Einfluss auf Tuberkulose. Es ist in der Lage, die Behandlung von Tuberkulose um bis zu zwei Wochen zu verkürzen. Das fanden Forscher der Queen Mary University of London heraus. An der Studie haben 95 Patienten teilgenommen, ihnen wurde neben Antibiotika zusätzlich Vitamin D verabreicht.

Darüber hinaus hat das Vitamin eine Wirkung auf die Gesundheit im Allgemeinen, es stärkt das Immunsystem der Patienten und bekämpft sowohl bakterielle als auch virale Infektionen.

Gegen Arthritis

Bei Arthritis handelt es sich um eine Krankheit des rheumatischen Formenkreises. Studien berichten, dass Rheuma-Patienten oft an einem Mangel an 25(OH)D oder gar einer Unterversorgung leiden. Diejenigen Personen, die nicht genügend Vitamin D produzieren und aufnehmen, sind anfälliger für rheumatische Erkrankungen.

Eine Erhöhung der 25-OH-D-Werte kann die Schmerzen von Menschen, die an Arthritis leiden, deutlich verringern. Das Vitamin kann die Entzündungsaktivität der Gelenke einer rheumatoiden Arthritis lindern, ebenso steigert es die Lebensqualität der Betroffenen. Bei einem Defizit steigt die Aktivität weiter an, umgekehrt ist Vitamin D in der Lage, die Aktivität zu mindern.

Gegen Krebs

Vitamin D hat gleich mehrere positive Effekte auf Krebserkrankungen, sowohl zur Prävention als auch bei einer Behandlung. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, sinkt durch eine erhöhte Aufnahme an Vitamin D.

In einer Behandlung hemmt das Vitamin das Wachstum der Krebszellen und -tumoren. Daraus ergibt sich, dass diejenigen Patienten mit einem hohen Vitamin D Spiegel bessere Überlebenschancen aufweisen als diejenigen mit einem niedrigen Spiegel. Es wirkt sich dabei auf die Angiogenese und Metastasierung von Krebs aus. Darüber hinaus wird die Kalzium-Absorption gesteigert, welche einen bedeutenden Faktor in der Risikoreduktion aller Krebsarten darstellt. Diese Effekte sind durch wissenschaftliche Studien bestätigt. Betroffene sollten deshalb auf einen hohen Gehalt an Vitamin D achten, der sich positiv auf den Krebs und ihre allgemeine Gesundheit auswirkt.

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9426741

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15860041

Multiple Sklerose

Bei einer multiplen Sklerose handelt es sich um eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Ein möglicher Auslöser ist eine Auto-Immunreaktion, bei der das Immunsystem der Hüllschicht der Nervenfasern schädigt. Vitamin D ist dafür zuständig, falsche oder Überreaktionen zu verhindern.

Der Gehalt des Vitamins im Blut steht im Zusammenhang mit einer Multiplen Sklerose. Wenn man die Blutwerte gesunder Menschen mit denen der an MS Erkrankten vergleicht, stellt man fest, dass sie einen weitaus höheren Gehalt aufweisen. Je weiter der Spiegel sinkt, desto höher ist das Risiko, an einer Multiplen Sklerose zu erkranken.

Die verhärteten Stellen im Rückenmark, die bei der Krankheit auftreten, können durch hohe Dosen verringert werden. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass es ebenfalls zur Prävention dient.

Gegen ALS

Der Ursprung und die Ursachen für die nicht heilbare Erkrankung des motorischen Nervensystems sind nicht vollständig geklärt. Man geht vor allem von genetischen Faktoren aus, doch oft wird bei ALS Patienten ein sehr niedriger Gehalt an Vitamin D im Blut festgestellt.

Erkrankungen der Muskeln gehen oft mit einer ALS einher, mögliche Symptome sind zum Beispiel ein erhöhter Muskeltonus, eine Muskelschwäche oder Muskelschwund. Das Prohormon ist mitunter für die Regulation von Kalzium zuständig ist. Der Kalzium-Spiegel im Körper hängt mit der Funktionsfähigkeit des Nervensystems und der Muskeln zusammen. Bei einem Mangel können unteranderem Muskelschmerzen auftreten, es ist also möglich, dass eine Aufnahme von Vitamin D die Symptome einer ALS lindern können. Ob ein Defizit auch die Ursache für ALS sein kann, ist unklar, trotzdem empfiehlt es sich für Betroffene, ihren Spiegel untersuchen zu lassen, damit sich die Symptome nicht verschlimmern.

Allergien

Allergien werden von einer verstärkten Abwehrreaktion des Immunsystems bedingt. Vitamin D stärkt das Immunsystem und unsere Abwehrkräfte, indem es die Produktion der Abwehrstoffe reguliert. Da die Immunabwehr bei einer Allergie überreagiert und gegen einen ungefährlichen Stoff ankämpft, kann eine Unterversorgung der Auslöser für die Überreaktion sein.

Calcitriol entfaltet außerdem eine entzündungshemmende Wirkung und unterbindet Inflammationen. Damit geht einher, dass sich die Symptome durch eine Zufuhr des Vitamins lindern können. Die Entzündungen und weitere Beschwerden wie Juckreiz werden deutlich reduziert.

Leidet eine Person häufig an allergischen Reaktionen, ist es sinnvoll zu klären, ob eine Unzulänglichkeit des Vitamins die Ursache dafür ist.

Alzheimer

Vitamin D wirkt sich positiv auf die Gehirnleistung aus. Es ist nicht nur an der Gehirnentwicklung von Kindern beteiligt, sondern erhält auch die Gehirnleistung im Erwachsenenalter und schützt vor Erkrankungen des Gehirns.

Ein Mangel steht dabei eng mit einer Alzheimer Erkrankung in Verbindung. Eine finnische Studie bestätigt, dass hohe 25(OH)D-Werte das Risiko von Alzheimer drastisch verringern. Sie kommen deshalb auf die Annahme, dass ein niedriger Vitamin-D-Spiegel ein Risikofaktor für Alzheimer darstellt.

Autismus

Vitamin D beeinflusst nicht nur die Gehirnleistung und -entwicklung, es steht auch mit Entwicklungsstörungen im Zusammenhang. Eine Mangelerscheinung zählt deshalb zu den möglichen Ursachen von Autismus, es ist zumindest nicht selten, dass Autismus-Patienten einen sehr niedrigen Vitamin-D-Spiegel aufweisen.

Das Risiko einer Autismus-Spektrum-Störung kann durch einen hohen Gehalt im Körper reduziert werden. Besonders fällt auf, dass Symptome, die mit einem Vitamin-D-Mangel einhergehen, bei Autismus wiederzufinden sind, darunter eine Vergrößerung des Gehirns oder eine Veränderung der Gehirnform. Eine Studie bestätigt, dass autistische Kinder deutlich niedrigere 25-Hydroxy-Vitamin-D3 Werte aufweisen als gesunde Kinder. Ihre Werte waren mit 40% und 48% mangelhaft oder insuffizient. Diese Mangelerscheinung könnte mitunter der Auslöser für eine solche Entwicklungsstörung sein.

HIV

Vitamin D wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und fördert das Immunsystem. So könnte es auch Auswirkungen auf die Humane Immundefizienz-Virusinfektion haben. Es ist zumindest nachweisbar, dass ein Großteil der HIV-Patienten äußerst niedrige Vitamin-D-Werte mit sich bringt. Eine Untersuchung zur Knochengesundheit und Vitamin-D-Versorgung des Universitätsklinikums Bonn bei HIV spricht sich dafür aus, dass die Bereiche eng miteinander verknüpft sind. HIV-Patienten erleiden oft eine Erkrankung der Knochen, etwa Osteoporose. Da sich Vitamin D positiv auf den Erhalt der Knochen sowie Osteoporose und -malazie auswirkt, beeinflusst das Vitamin auf jeden Fall die Begleiterscheinungen einer Infektion.

Auch die Deutsche Aids-Hilfe bestätigt, dass der Vitamin-D-Rezeptor (VDR) und seine Immunmodulation einen Zusammenhang mit der HIV-Infektion haben könnte. Der Rezeptor wirkt sich auf dendritische Zellen und Makrophagen aus. Ein Polymorphismus des Rezeptors steht in Verbindung mit einer langsameren Entwicklung des Virus zu Aids.

Neurodermitis

Vitamin D ist für den Schutz der Haut zuständig und ist für das Immunsystem und die Abwehr des menschlichen Körpers von großer Bedeutung. Es verhindert und bekämpft entzündliche Hauterkrankungen, indem es die Entstehung von Peptiden, die feindselige Krankheitserreger bekämpfen, begünstigt.

Neurodermitis äußerst sich in trockenen, roten Hautstellen und Hautschuppen oder -bläschen. Mit der Hauterkrankung ist starker Juckreiz verbunden. Eine erhöhte Zufuhr kann die Symptome von Neurodermitis deutlich verringern. Das Sonnenvitamin fördert die Gesundheit der Haut und verbessert ihr Bild, außerdem hemmt es sowohl die Entzündungen als auch den Juckreiz. Für diejenigen Personen, die von Hautproblemen betroffen sind, ist es sinnvoll, auf den Vitamin-D-Siegel zu achten und die Zufuhr, wenn nötig, durch Nahrungsergänzungsmittel zu erhöhen.

Parkinson

Auch bei Parkinson-Patienten macht sich oftmals ein niedriger Vitamin-D-Spiegel bemerkbar. Eine mögliche Ursache hierfür könnte die bedeutende Rolle des Vitamins auf die Gehirnfunktion darstellen. Einige Wissenschaftler kommen nun zu der Annahme, dass ein niedriger 25-Hydroxy-Vitamin-D3-Wert im Blut das Risiko von Parkinson erhöht.

Besonders interessant ist, dass Parkinson bei Personen mit einem Altersdurchschnitt von 50-75 Jahren auftritt. Mit zunehmenden Alter verbringt der Mensch mehr Zeit im Haus und weniger draußen in der Sonne. Vitamin D wird vom menschlichen Körper mit Hilfe der UV-B-Strahlen der Sonne synthetisiert – eine ausreichende Produktion ist für ältere Menschen also kaum möglich. Es ist deshalb annehmbar, dass es sich bei unzureichender Strahlung und dem daraus resultierenden Mangel an Vitamin D um den Auslöser für Parkinson handelt.

Reizdarmsyndrom

Ausgelöst wird das Reizdarmsyndrom oft durch einfache Nahrungsmittelunverträglichkeiten, aber auch durch eine Hormonstörung, einen Defekt der Bauchspeicheldrüse oder sogar Krebs. Allerdings scheinen auch niedrige 25-OH-D-Werte das Syndrom auslösen zu können.

Oft kann bei der Erkrankung ein Defizit an Vitamin D festgestellt werden. Wird die Dosis der Betroffenen durch die orale Einnahme von geeigneten Präparaten erhöht, ist schnell eine deutliche Besserung der Symptome erkennbar. Das Vitamin beruhigt die Darmflora. Dadurch zeigt es sowohl bei Verstopfungen oder Pseudodiarrhö als auch weiteren Beschwerden der Verdauungsstörung zeitnah eine Besserung.

Nebenwirkungen

Bei einer Einnahme von Vitamin D können Nebenwirkungen auftreten. Diese sind jedoch meist durch eine Überdosierung bedingt, und die Wahrscheinlichkeit hohe Mengen in so einem Ausmaß zu sich zunehmen, ist gering, da Präparate mit einer hohen Dosierung verschreibungspflichtig sind.

Die European Food Safety Authority gibt als höchste sichere Tagesmenge eine Dosierung von 4000 IE bzw. 100 µg Vitamin D pro Tag an. Eine tatsächliche Gefahr entsteht vermutlich erst bei über 10 000 IE (250 µg) täglich. Das Auftreten von Nebenwirkungen bei empfohlenen Mengen ist weitaus unwahrscheinlicher, trotzdem sollten Anwender die Reaktion ihres Körpers bei einer Einnahme von Supplementen beobachten.

Vitamin D fördert zwar eine gesunde Darmflora, trotzdem können bei manchen Personen Reizungen des Darms auftreten:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Durchfall oder Verstopfungen
  • Veränderungen des Stuhlgangs
  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Muskelschmerzen und -schwäche

Und in sehr seltenen Fällen bei hohen Mengen:

  • Kalkablagerungen in den Blutgefäßen
  • Hyperkalzämie
  • Azotämie
  • Ein erhöhtes Durstgefühl

Ein Großteil der Beschwerden tritt nur bei einer überaus hohen Dosierung ein. Generell gilt, dass eine Überdosierung eines Stoffes Nebenwirkungen hervorruft – dies ist bei allen Medikamenten der Fall. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass ein Auftreten von Nebenwirkungen unwahrscheinlich ist. Vitamin D fördert die Gesundheit des Menschen und wirkt sich auf einige Erkrankungen positiv aus. Trotz möglicher Nebenwirkungen ist eine Einnahme für Personen, die an einem Vitamin-D-Mangel leiden, ratsam.